Freitag, 27. März 2015

Lese-Empfehlung: 'Das Glück der Worte' von Sonia Laredo

Sonia Laredo - Das Glück der Worte
Roman // DVA
384 Seiten // 14,99€

 Von einem Tag auf den anderen steht Brianda ohne Job da. Sie bricht ihre Zelte in Madrid ab und begibt
 sich auf eine Reise ins Nirgendwo - bis sie in einem verwunschenen Bergdörfchen landet, wo sie ihr wahres Talent entdeckt: anderen genau die Lektüre zu empfehlen, die ihrem leben die entscheidende Wendung verpasst. Und auch auf sie selbst warten einige Überraschungen...

 ... Es war gut, weil ...

Hach, das Cover. Ich mag das Cover. Es ist schlicht und einfach. Trotzdem ist es bunt und passt sehr gut zur Geschichte, die im Buch steckt. Es vermittelte mir genau den Flair, der mich auch im Buch erwartet. Das Cover hat seine Sache gut gemacht! (Toll finde ich auch die unperfekte Schrift)
Ich habe das Buch verschlungen, einfach weil es so kurzweilig geschrieben war.
Frau Laredo hat eine äußerst bildhaften Schreibstil, ebenso hat sie ein gutes Auge für die Umgebung. Ich fühlte mich sofort nach Spanien versetzt und konnte das Dörfchen genau vor mir sehen. Ebenso machte sie sich die Mühe und lies auch die Nebenfiguren nicht flach erscheinen, sondern erstellte von jedem ein genaues Bild.
Die Geschichte um die Hauptprotagonistin Brianda selber war, meiner Meinung nach, jetzt nicht unbedingt das Nonplusultra. Für mich erschien alles sehr hervorsehbar. Den Schatz, den sie suchen sollte, und auch die Story. Es gab zwar ein paar kleine Punkte, die ich so nicht hervorsehen konnte, die aber den weiteren Verlauf umso klarer darstellten.
Manches fand ich persönlich auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Ich weiß, Spanier haben das Temperament im Blut und fallen vielleicht ein wenig anders über einander her, wie die reservierten Deutschen, aber manches ging mir zu schnell, war zu schnell um realistisch zu sein. Wobei es hier ja auch nicht um die Liebesgeschichte ging.
Das fand ich wiederum gut. Die Liebe spielt zwar eine Rolle, aber nur am Rande. Viel wichtiger waren die Freundschaft, das Glück, zum Teil ging es auch darum, sich selbst wieder zu finden.



Frau Laredo nahm eine einfache Story und hat sie wunderbar verpackt! Dafür gilt ihr meinen größten Respekt. Inbesondere gefallen hat mir, wie schon erwähnt, ihre detailreiche Beschreibung der Umgebung. Man konnte die Hitze spüren, wenn sie sie beschrieb und man konnte die Atmosphäre spüren, die sie aufziehen lies. Das hat sie sehr gut gemacht. Ebenso hat sie sehr viel Liebe in die Figuren gesteckt.
Das da die Geschichte ein wenig platter ist, hat mich deswegen kaum gestört.

Deswegen: große Empfehlung! Und: Man darf auf weiteres gespannt sein!

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