Mittwoch, 22. April 2015

Rezension: 'In ziemlich bester Gesellschaft' von Sara Crowe

Sara Crowe - In ziemlich bester Gesellschaft
Roman // Heyne
464 Seiten // 9,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Heyne zu Verfügung gestellt!






Sues Mutter hat sich umgebracht, doch ihr Vater hat bereits eine Neue. Da ist sie heilfroh über die Einladung ihrer exzentrischen Tante Coral. Die lebt mit einem schönen Admiral und der leichtsinnigen Delia auf Schloss Egham, und meist sitzen sie gemütlich im Wintergarten, essen Häppchen und schlürfen Campari. Sue möchte Schriftstellerin werden, auch wenn sie manchmal die Wörter durcheinander wirft. Als sie sich unglücklich verliebt, wird es ihr langsam zu viel. Doch Sue ist nicht allein,und sie merkt schnell: Drei Bohemiens sind besser als gar keine Freunde.


... So war's ...

Hach ja. Das ist ein Buch, welches einen befriedigt zurück lässt. Und zu dem man eigentlich nur sagen kann: Gut gemacht, Frau Autorin!
Ein wenig mehr hab ich dann doch noch zu sagen: 
Nach anfänglicher Verwirrung fand ich mich rasch in den Roman ein und fühlte mich dann richtig wohl. Das Buch ist so herzerwärmend geschrieben. Noch nicht mal wegen der Umgebung (auch), sondern weil viele der Protagonisten so freundlich und lieb sind. Auch wenn es ein paar böse Protagonisten gibt, bekommen diese am Ende ihr Fett weg.
Auch find ich ein wichtiges Thema 'nett' verpackt -Suizid. Nie wird er beschönigt, aber er steht auch nicht permanent im Vordergrund. Die Menschen sind schockiert, aber trotzdem geht das Leben weiter. Ob man will oder nicht. Das empfand ich als sehr schön gezeichnet.
Auch, dass die verstorbenen Menschen nicht immer auf diesen Sockel gehören, auf den sie gerne von den Überbliebenen gestellt werden. Weil sie auch 'nur' Menschen waren.
Die Autorin hat der Hauptprotagonistin eine Schwäche aufgedrückt, die ich anfangs aber mit der Zeit sehr liebenswert fand. Sue ist bestimmt nicht dumm, aber sie benutzt sehr hochtrabende Wörter oder auch Fremdwörter, die sie nicht richtig kennt oder nicht weiß, wie man sie schreibt.
Da wurde zum Beispiel aus dem 'schnöden Mammon' ein 'schnödes Mammut', oder weiter hinten 'Kongruenz' statt 'Konkurrenz'. Das war aber nie störend, es kam alle paar Seiten mal vor, selten auf einer Seite doppelt.
Erzählt wird aus der Sicht von Sue, die manchmal unglaublich naiv und trotzdem so erwachsen und erhaben wirkt.
Ebenso kommt immer wieder ein Ausschnitt von Tante Corals Common-Place-Buches (war wohl früher Mode), die die Geschichte von Tante C. erzählt. Beide Sichten sind sehr schön beschrieben und nie nervend.

Das einzigste was mich an diesem Buch stört... ist das Cover. Das passt mal leider gar nicht so zu dem Buch.
Aber das Buch ist echt lesenswert und ich habe mich sehr wohl gefühlt, dort in Egham!




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