Samstag, 18. April 2015

Rezension: 'Der Tote vom Zentralfriedhof' von Beate Maxian

Beate Maxian - Der Tote vom Zentralfriedhof
Krimi // Goldmann
416 Seiten // 8,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt!



Was begraben liegt,
ist noch lange nicht vergessen...
Die junge Journalistin Sarah Pauli plant eine Serie über das mystische Wien. Spannende Informationen dazu erhofft sie sich von der Fremdenführerin Erika, die Führungen zu den geheimnisvollen Orten der Stadt veranstaltet. Doch kurz vor ihrem Treffen verschwindet Erika spurlos. Sarah macht sich auf die Suche nach ihr und stößt auf einen aufsehenerregenden Fall: Vor Kurzem wurde der Sarg eines verstorbenen Millionärs vom Wiener Zentralfriedhof gestohlen - ein Ort, an dem noch so manches dunkle Geheimnis begraben liegt...


... So war's ...


Hach ja. Das Buch handelt ja von Wien und spielt auch dort - daher wurd auch so manches Mal ein bisschen Wienerisch gesprochen, dass hat mir gut gefallen. Ich mag das, wenn Leute sich auf ihren Dialekt besinnen. Und wenn das in Büchern so ist, gefällt mir das umso mehr. Dennoch wars nicht übertrieben, selbst wenn man den Dialekt nicht verstehen sollte, kam man trotzdem mit in der Geschichte.

Die Geschichte selber ist ganz gut konstruiert, wirkt solide und zum Schluss wirds auch recht spannend, aber der Anfang (Die Fremdeführerin kommt nicht zum Treffpunkt mit der Journalistin; die Journalistin frägt kurz danach deren Kolleginnen aus und fährt zu ihr nachhause) erscheint mir nicht so ganz realistisch. Meistens wartet man ja noch einen Tag, ehe man nochmals anruft und sich erkundigt. Vor allem da die beiden Frauen sich fremd waren. Das hat die Autorin wohl auch selbst gesehen, denn später hat sie immer wieder mal durch Nebenpersonen diesen Zweifel einfließen lassen. 



Auch ein paar Mal hat die Autorin Menschen beschrieben und man hatte eigentlich ein ganz gutes Bild von ihnen. Später im Buch hat sie dann ein Detail, dass ihr wie da zufällig eingefallen erscheint, hinzu gefügt und hat damit das ganze Bild der Person komplett verändert. Das war irgendwie ein bisschen störend. Klar, manche Details kommen erst mit der Zeit ans Licht. Da aber die Autorin aus Sicht von der Journalistin Sarah und aus Sicht des einen Täters Josip schreibt, hätte es dann doch schon von Anfang an da sein müssen. Vor allem, weil man jetzt durch diesen plötzlichen Einwurf schon weiß, worauf es ausläuft - gefällt mir nicht.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren auch die hintergündlichen Fakten, denn in der Geschichte geht es um das 'mystische Wien' sowie auch um Aberglauben. Das war sehr interessant und die Fakten wurden an der richtigen Stelle erzählt, wurden aber nie ausufernd. 

Letztendlich war die Geschichte unterhaltsam, aber nicht so herrausragend, dass ich sie in einem Zug durchgelesen habe. Für meine Verhältnisse hab ich echt lang gebraucht.
Ich denke, da ist noch mehr Potential da!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht!
Ich versuche stets deinen Kommentar zu beantworten und einen Gegenbesuch zu starten.
Verzeih, wenn es gelegentlich ein wenig dauert!