Mittwoch, 15. April 2015

Rezension: 'Joyland' von Stephen King

Stephen King - Joyland
Roman // Heyne
368 Seiten // 9,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Heyne zur Verfügung gestellt!


Ein unheimliches Vergnügen...


Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergügungspark die Wege des untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.



... So war's ...


Da les ich nach Jahren mal wieder einen Stephen King, in Erwartung von wohligen Erschauerungen und erstklassigem Horror und dann kommt das - Joyland.
Joyland ist kein Horror-Roman, wie man ihn von Stephen King kennt. Wer hier mordende Clowns oder untote Tiere oder dergleichen erwartet, ist hier falsch. Hier kommt, und das hätte ich nie erwartet, dass ich das mal zu einem von Stephen Kings Bücher sagen würde, so gut wie kein Horror vor. Klar, wird in Kombi mit der Geisterbahn ein wenig auf die Grusel-Drüse gedrückt, aber so wie man das gewohnt ist vom Meister des Horrors? Kein Schimmer weit und breit.


ABER: Joyland ist trotzdem unglaublich gut. Denn, was ich an Kings Schreibstil immer am meisten geschätzt habe, dass ist seine Authentizität. Er erzählt diese Geschichte von dem Jungen wie aus dem Stehgreif, wie als wäre er der alte Mann, der zurück auf seine Zeit im Joyland blickt und das macht er äußerst unterhaltsam und auf seine Weise spannend. Auch wenn der eigentliche Sinn des Buches erst zum Schluss kommt, habe ich mich bis dahin schon sehr gut unterhalten gefühlt und hätte noch ewig die Geschichten aus dem Vergügungspark lesen können.

Joyland baut sich ganz ähnlich wie ein Krimi auf, Jugendliche arbeiten an einem Ort, an welchem ein Mord passiert ist, sie beginnen sich dafür zu interessieren und forschen nach und... stoßen fast auf des Rätsels Lösung. Und diesmal ist der Mörder aus Fleisch und Blut. Umso besser. Dennoch ist es nicht diese total Verschnipselung des Mordes/ des Tathergangs, wie man es aus anderen Krimis kennt.

UND - ich hatte keinen Schimmer, wer der Mörder ist. Erst als ich den Namen zu Schluss las, dachte ich: Was?? Sehr gut gemacht! Absolut unhervorsehbar (meiner Meinung nach).


Seinen Ausflug aus der Horrorwelt heraus, hat Stephen King extrem gut gemeistert. Das Buch ist toll geworden und es ist schön zu sehen, das King nicht nur ein Meister des Düsteren ist, sondern dass es ihm auch gut gelingt, (überwiegend) fröhliche Geschichten zu erzählen.

Wer also mal Lust auf einen anderen King hat, der ist hier absolut richtig!

Kommentare:

  1. Huhu,
    klingt ja wirklich lesenswert. Nachdem mir Mr. Mercedes (übrigens auch ohne Horror) so gut gefallen hat, könnte mir Joyland auch gefallen. Werde mir merken.
    Einen schönen Abend noch
    LG Kristin

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  2. Na, das hört sich ja wirklich gut an! :) Ich liebe Bücher die einen Überraschungseffekt haben, wie hier dann ja vermutlich bei dem Mörder. Danke für den tollen Lesetipp! :) Und danke auch für die Aufklärung was es mit Traumfängern eigentlich auf sich hat :) Dann hoffe ich doch, dass sich alle bösen Träume verfangen oder eben durchkommen. Eben Auslegungssache :)
    Wünsche dir noch eine tolle Woche! :)
    Liebst, deine Kate! <3

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  3. Hey!

    Klingt auf jeden Fall wirklich lesenswert. Und mit dem Lesen der Biographie habe ich auch schon gemerkt, dass der Meister des Horrors sich nicht nur großartig in "seinem" Genre bewegt, sondern das Schreiben an sich einfach perfektioniert hat.

    Von deiner Beschreibung her klingt es fast ein bisschen wie "Es", da fangen sie ja auch an, dem Clown zu folgen. Ich werde es auf jeden Fall mal lesen!

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  4. Huhu!

    Das Buch muss ich unbedingt noch lesen - ich liebe gerade die Bücher von King am meisten, die nicht so der typische Horror sind! :-)

    LG,
    Mikka

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