Dienstag, 14. April 2015

Rezension: 'Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten' von Enzo Fileno Carabba

Enzo Fileno Carabba - Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten
 Roman // btb
224 Seiten // 8,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von btb zur Verfügung gestellt!


 
Koks und Spitzenhäubchen
Giulia und Camilla, zwei Damen von edler Geburt und antiker Schönheit, pflegen jeden Nachmittag eine Prise Koks zum Tee zu nehmen. Als jedoch der junge Mann, der Ihnen das Stöffchen in den alten Florentiner Palazzo liefert, eines Tages nicht mehr auftaucht, sehen sie sich gezwungen, das erste Mal seit langer Zeit wieder einen Fuß vor die Haustür zu setzen. Ein Entschluss mit weitreichenden Konsequenzen...



... So war's ...


Nun. Der Klappentext hatte mir etwas anderes suggeriert, als es dann tatsächlich zu lesen war. Dennoch muss es unterhaltsam gewesen sein, denn ich hatte es rasch ausgelesen. Aber es fällt mir tatsächlich schwer, etwas darüber zu sagen. Manches zog an mir vorbei, ohne das ich es richtig greifen konnte.

Der Anfang war etwas holperig und manchmal musste ich mich sehr anstrengen oder die Seite nochmals lesen um zu verstehen, was jetzt Sache war. Da wurde gelegentlich ganz schön um den heißen Brei herum geredet, statt die Dinge einfach mal beim Namen zu nennen.



Die Figuren waren skuril, hatten bessere und schlechtere Charakterzüge, die sie auch immer wieder aufblitzen ließen. Aber sie waren gut ausgearbeitet und an Mitte des Buches fangen sie auch an Spaß zu machen. Man sieht ihnen auch so manchen schlechteren Charakterzug nach, denn wer ist schon perfekt?

Die Geschichte selbst ist total hanebüchen, besonders der Schluss war etwas abwegig. Doch wer mit dem Buch anfängt, wird schon früh merken, dass hier nichts der Wahrheit geschuldet ist. Von daher kann man getrost über die Absurdität hinweg sehen. Dennoch ist die Geschichte amüsant und macht Lust darauf, weiter zu lesen.

Der Titel des Buches hat nur mit dem Schluss etwas zu tun, für die ersten 200 Seiten könnte genauso gut ein anderer Titel benutzt werden. Auch hier ist ein Knackpunkt, der mich etwas ärgert. Die letzten paar Seiten (also, quasi ab 196) wird nochmals eine neue Geschichte angefangen, die nur am Rande mit den Geschehnissen davor zu tun hat. Diese neue Geschichte ist dann auch Namensgeber des Buches. Warum denn? Musste das wirklich sein? Mich hätte lieber interessiert, was mit den Leichen passiert.

Kurzum: Das Buch hat seine Schwächen, aber es war dennoch unterhaltsam zu lesen!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht!
Ich versuche stets deinen Kommentar zu beantworten und einen Gegenbesuch zu starten.
Verzeih, wenn es gelegentlich ein wenig dauert!