Samstag, 4. Juli 2015

Rezension: 'Tod nach Schulschluss' von Christine Drews

Christine Drews - Tod nach Schulschluss
Krimi // Bastei Lübbe
382 Seiten // 8,99€



Ein neuer Fall für Schneidmann und Käfer: Die Kommissare aus Münster treffen auf die eiskalte Elite von morgen.

So etwas haben Charlotte Schneidmann und Peter Käfer noch nie gesehen: eine Leiche in einem mittelalterlichen Folterinstrument! DasOpfer ist Max Wenke, Musterschüler auf dem Elite-Intnernat Schloss Lemburg. Handelt es sich um einen besonders bizarren Selbstmord? Oder wurde der blendend aussehende und hochbegabte Max ermordert? Lehrer und Schüler erscheinen seltsam gleichgültig, als wäre Max' blutiges Ende nur ein kleiner Zwischenfall, den es schnell wie möglich zu vergessen gilt. Erst ein schockierendes Detail sprengt die Mauern des Schweigens - und lässt Charlotte und Käfer in Abgründe schauen, die sie nie in Schülerseelen vermutet hätten.

Der 3. Fall für Schneidmann und Käfer.


... So war's ...

So, zunächst die Warnung: hier wird mit Spoilern gearbeitet (und nicht zu knapp)!!
Auch wenn ich mich unterhalten fühlte während dem Lesen, bin ich doch enttäuscht.
Das ist das schwächste Buch von Fr. Drews. Irgendwie scheint, wenn man nach dem Lesen über das Buch nachdenkt, nichts mehr richtig zusammen zu passen und vieles wirkt unglaublich gestellt. Die Geschichte ist im wesentlichen solide und bietet eigentlich Potential.
So sind es aber mehrere Punkte, die einfach nur... boah sind.
Ich meine, wir leben im 21. Jahrhundert, alle Welt (und so auch die Schüler in diesem 'Elite'-Internat) hat Smartphones und Internet (was auch ausgiebig unter die Nase gerieben wird, wer gerade das neuste Smartphone hat). Und da kommt das Mädel auf die Idee, die Abtreibung selbst vorzunehmen - wie damals im Mittelalter? Äh, Logik? Selbst wenn das Internat dieses Thema weitgehend außen vor lässt, heute wird doch alles gegoogelt. Sogar die Krankheiten.
Und auch sonst - es werden immer wieder die eiskalten Schüler erwähnt. Nur, werden eigentlich nur genau drei Schüler öfters erwähnt, bzw. zwei andere nur am Rande. Von den anderen liest man nichts... und auch davon ist einer tot, die andere irgendwie ein bisschen unterbemittelt und derjenige, der ihr hilft genauso. Äh, Logik? Realität?
Auch der Klappentext leitet ein wenig irre - ich hatte hier eigentlich einen perfiden Krimi mit ausgebufften Schüler als Mörder erwartet, aber leider war alles mehr oder weniger Zufall und der Mörder war ein ganz anderer und jeder hatte seine Finger im Spiel und und und...
Das Drama um die zunächst ungewollte Schwangerschaft v. der Kommissarin war ganz nett und auch nicht zuviel, aber dass der andere Kommissar bei einem völlig zugekifften Mann Kekse isst und eine Rauschgiftvergiftung erleidet, weil in den Keksen Drogen waren, erscheint mir irgendwie... unlogisch. So blöd und so verfressen kann man doch als Kommissar nicht sein, oder?
Dennoch hatte ich das Buch rasch ausgelesen. Der Schreibstil war flüssig und zunächst erschien einem einiges auch logisch. Da ich die beiden ersten Bücher von Fr. Drews eigentlich gut fand, hoffe ich nun, dass das nächste wieder besser (und vor allen Dingen logischer ist).
Schade. (Ach und der Titel - der is ja mal eh.... )
Das können Sie besser, Frau Drews!!

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