Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension: 'Troll' von Stefan Spjut

Stefan Spjut - Troll
Roman // Knaus
480 Seiten // 18,99 €
  *Dieses Buch wurde mir zur Verfügung gestellt. Danke an den Knaus-Verlag!

 

 Bei den Samen gilt der Troll als menschenähnliche Kreatur, die gerne Kinder frisst. 
Sussos Leidenschaft ist die Erforschung von Wesen, deren Existenz nicht bewiesen ist. Ihre Spezialität sind Trolle. Diese Obsession hat sie von ihrem Großvater, einem bekannten Naturfotografen. Als in Lappland eine alte Frau behauptet, ein kleines pelziges Wesen habe sie und ihren fünfjährigen Enkel durch das Fenster beobachtet, hat Susso einen schrecklichen Verdacht.


... So war's ...

Diese Beurteilung fällt mir nicht leicht. Dieses Buch hat mich innerlich gespalten.
Einerseits war es wirklich gut - denn es blieb mir im Gedächtnis (leider auch über Nacht, was mir ein paar Albträume bescherte); die Idee um den Plot fand ich klasse und mal was Anderes, Neues.
Allerdings blieb dieses Buch nicht konstant. Nicht konstant in der Sprache, nicht konstant im Erzähltempo, in der Spannung.
Anfangs sehr einfach gehalten mit der Sprache, aber dennoch detailreich, veränderte sich diese Sprache im Laufe des Buches. Fand ich persönlich nicht so toll, es wirkte, als hätte der Autor den Anfang mal vor Jahren geschrieben und nun das Buch zu Ende geschrieben.
Der Anfang hat mir persönlich sehr gut gefallen, der trotz seiner einfachen Sprache die Magie ein bisschen aufsteigen lies, zwischendurch wurde es leider mal ziemlich langweilig, einfach weil man so verwirrt war, weil nichts als logisch erschien, das Ende nahm wieder an Fahrt auf, ein paar Sachen wurden erklärt und manches erschien klarer.
Gestört hat mich auch ein wenig die Tatsache, dass es so schien, als könne sich der Autor nicht richtig zwischen Krimi und Fantasy entscheiden; es wäre kein Problem gewesen, beides miteinander zu verknüpfen, dass aber dann bitte vernünftig und nicht so schwankend.

Zurück blieb ich mit jeder Menge Fragen - nämlich vor allem mit dieser hier:
Fressen Trolle nun Kinder oder nicht?
Aber auch ganz viele andere Fragen waren irgendwie noch und das empfand ich als sehr unbefriedigend: Warum wurden die Kinder entführt? Und den Trollen vorgesetzt, wenn sie dann augenscheinlich doch nicht gefressen wurden? Warum wurden die Trolle von einer kleinen Gemeinschaft versteckt gehalten?
Was ist mit Sussos Schwester nun?

Insgesamt bin ich, obwohl ich enthusiastisch gestartet habe und auch nach anfänglichen Albträumen trotzdem mit Wohlwollen an dem Buch geblieben bin, eher enttäuscht. Irgendwie ist es nichts Rundes. Das Thema hat echt Potential und ich glaube, der Autor hätte da viel mehr rausholen können.
Aber so bin ich irgendwie nicht zufrieden. Nicht glücklich damit. Schade.




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