Mittwoch, 1. Juli 2015

Rezension: 'Viviens himmlisches Eiscafé' von Abby Clements

Abby Clements - Viviens himmlisches Eiscafé
Roman // Goldmann
384 Seiten // 8,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt!




Als Imogen und Anna das wunderschöne Eiscafé ihrer Großmutter an der Strandpomenade von Brighton erben, stellt sie das vo eine schier unlösbare Aufgabe. Das alte Café quillt zwar über vor Charme - keineswegs jedoch vor Gästen. Die beiden Schwestern setzen alles daran, Viviens Erbe zu retten und ihm zu altem Glanz zu verhelfen. Und so fliegt Anna nach Italien, um an einem Gourmet-Eiscreme-Kurs teilzunehmen, und ihre Rezepte verzaubern bald nicht nur die Kunden, sondern auch einen ganz besonderen Mann...




... So war's ...

Ja - die Inhaltsangabe und auch das zuckersüße Cover sagen eigentlich schon das Meiste. Es ist ein romantischer Sommerroman, der verspricht kurzweilig und unterhaltsam zu sein. Er verläuft nach dem üblichen Klischee - Tod, Erbe, Unglück, Glück, Liebe und so weiter und so fort.
Tatsächlich bin ich aber etwas enttäuscht gewesen nach dem Lesen. Auch wenn die Autorin sich Mühe gegeben hat, ist der Funke ist bei mir irgendwie nicht so recht übergesprungen. Klar, dass hier keine absolute Literatur zu erwarten ist, gelegentlich ein bisschen zu platt wars mir aber doch. Die Autorin hat versucht Spannung reinzubringen, indem sie sich mal einer Eisdiele angenommen hat (und nicht wie öfters schon gelesen, einer Bäckerei, einem Cafe etc.) und auch das schöne Italien zum Teil ihrer Geschichte machte. Ebenso hat sie viele Fakten einfließen lassen und die Dinge schön ausgeschmückt.
Dennoch waren mir die Probleme, die sich den Schwestern immer wieder stellten, etwas zu... platt. Und so sehr ich einerseits manchmal dieses kitschig, bunte mag, hier war es irgendwie nervig (dabei war es gar nicht so bunt und zuckersüß). 
Ich will aber auch ehrlich sein - es lag vielleicht auch ein bisschen an mir und nicht nur an dem Buch. Im Geiste mit vielen anderen Dingen beschäftigt, suchte ich hier nach Ablenkung und hab sie leider nur teilweise gefunden.
Schlecht machen will ich das Buch aber nicht - denn wie gesagt, die Autorin gibt sich viel Mühe mit kleinen Details und hat einen flüssigen Schreibstil, ihre Ideen sind gut. Im Grunde ist hier eine solide Geschichte vorhanden, die mir, in einer anderen Situation, in einer anderen Zeit, vielleicht außerordentlich gut gefallen hätte.
Von daher - wer gerne solche Geschichten mag, sollte sich daran versuchen - ich war wohl einfach nicht in der richtigen Stimmung dazu!
Bonuspunkt gibts für die Rezepte am Ende des Buches - die werd ich bestimmt mal nachmachen!

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