Samstag, 15. August 2015

Lese-Empfehlung: 'Das Haus der verschwundenen Kinder' von Claire Legrand

Claire Legrand - Das Haus der verschwundenen Kinder
Kinderbuch // Heyne
320 Seiten // 14,99 €

 

Hüte Dich vor den Erwachsenen!
Im beschaulichen Belleville sind die Menschen höflich, ordentlich und pünktlich. Sie haben keine Geheimnisse voreinander. Wäre da nicht das Heim von Mrs. Cavendisch, ein düsteres Anwesen, das über der Stadt thront. Alle störrischen Kinder verschwinden hinter seinen dunklen Mauern. Manche kehren irgendwann zurück, andere nicht. Doch Mrs. Cavendish hat nicht mit der mutigen Victoria gerechnet: Ganz allein dringt sie in das Innerstes des Heims vor, um ihren besten Freund Lawrence zu retten.

















... Es war gut, weil ...


Allein schon die Aufmachung des Buches hat mich schon in seinen Bann gezogen. Das Cover, die Innengestaltung war mit sehr viel Liebe verbunden.
Das Negative war, dass der Klappentext eine ein bisschen andere Geschichte suggeriert hat.

Der Schreibstil war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, hat mich aber dann trotzdem neugierig gemacht. Spannend und bildhaft erzählt Frau Legrand ihre Geschichte.
Hauptprotagonistin Viktoria (ja, der Name ist sehr treffend) ist anfangs sehr anstrengend. Sie wirkt arrogant und ist eine richtige Streberin. Sie will immer die Beste, Hübscheste und Klügste sein. Sie freut sich,  wenn alles seine Ordnung hat und verhält sich so, wie es von ihr erwartet wird - brav.
Ihre Eltern können stolz auf sie sein und sind es wohl auch. Stellenweise wirkte es aber eher, als wäre den Eltern das Schlaue Kind herzlich egal.  Der ganze Ort wirkt ziemlich lieblos und kalt. Manche Figuren wirken ein bisschen überzeichnet, manche etwas zu durchscheinend.
Doch Viktoria entwickelt sich. Wo am Anfang bei ihr eher die Überheblichkeit hervorstach, da zeigte sich hinterher wahrer Mut und Stärke.
Eine Geschichte, verpackt mit Grusel, eine Geschichte, bei der alles ein wenig anders anmutet. Eine Geschichte, wie man sie teilweise aus früheren Jahren erwarten würde.


Gewundert hat mich auch, dass das Buch für ab 12-Jährige ist. Frau Legrand hat eine sehr bildhafte Methode, die Vorgänge zu beschreiben. Selbst ich hab eine Gänsehaut bekommen. Ob das so für Kinder geeignet ist? Ich weiß nicht.


Dennoch bin ich sehr zufrieden mit der Geschichte und möchte sie weiter empfehlen.



Was denkt ihr?






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