Samstag, 29. August 2015

Lese-Empfehlung: 'Das stumme Kind' von Michael Thode


Michael Thode - Das stumme Kind
Thriller // Bastei Lübbe
Seiten // 8,99 €

 
Um dein Leben rankt sich ein finsteres Geheimnis. 
13 Jahre lang hast du geschwiegen. 
Doch jetzt ist es Zeit für die Wahrheit. 
Eine tödliche Wahrheit...
 In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt - denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen ...


... Es war gut, weil ...

Hach, dass war doch mal wieder ein unterhaltsames Buch - nicht hochwissenschaftlich, aber definitiv unterhaltsam.
Ein guter, deutscher Kriminalroman (Thriller find ich dann doch ein bisschen... übertrieben), der absolut kurzweilig ist und dennoch spannend; der fast durchweg interessante Plot wird in einem zügigen Tempo verfolgt.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben, mit mal größeren und mal kleineren Problemen und wirken nicht oberflächlich (wenn auch der Autor den Protagonisten die eine oder andere Plattitüde aufs Auge gedrückt hat.), dennoch hätte man das ein oder andere ein wenig intensiver benennen können.
Die Geschichte selbst hat einiges auf Lager:
Ständig gibt es neue Spuren und Richtungen in der Geschichte, aber nie so, dass man völlig verwirrt ist und nicht mehr mit kommt, sondern in einem vernünftigen Maß. Einige Personen werden genannt, den Überblick kann man aber halten und es wird auch hier nicht verwirrend. 
Hier und da wirkt die Geschichte ein bisschen zusammengezimmert und läuft nicht so glatt, aber im wesentlichen empfinde ich die Geschichte im Gesamten als nachvollziehbar und die einzelnen Handlungsstränge sind geschickt miteinander verwebt (da fallen die kleinen Patzer wirklich nicht ins Gewicht!). Das Ende ist definitiv überraschend (das Ende ist absolut gut!).
Interessant fand ich die Szenerie um Anna, die autistische Tochter, auch wenn ich mir gewünscht hätte, sie wäre mehr aufgetreten und die Geschichte um sie mehr ausgebaut.

Kritikpunkte? Der Klappentext suggerierte mir etwas völlig anderes... auch, wenn genau der der ausschlaggebende Punkt war, mir das Buch zu kaufen (trotzdem Danke!) und die Szenerie in England fand ich auch nicht so gelungen.

Dennoch - ich fand das Buch äußerst unterhaltsam und würde mich auf mehr Bücher mit diesen Ermittlern freuen. Absolut empfehlenswert!


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