Montag, 26. Oktober 2015

Rezension: 'Nebelkind' von Emelie Schepp

Emelie Schepp - Nebelkind
Thriller // blanvalet 
444 Seiten // 9,99 €
*Von Blanvalet hab ich freundlicherweise dieses Exemplar zur Verfügung gestellt bekommen.




Schreckliche Albträume verfolgen Jana Berzelius, seit sie denken kann. Woher sie kommen, weiß die junge Staatsanwältin nicht. Ihre Kindheit scheint wie aus ihrer Erinnerung gelöscht. 
Doch dann wird der Mord an einem Jungen zum Schlüssel zu Janas Vergangenheit. Um jeden Preis muss sie die grausame Tat aufdecken - und stößt dabei auf das tiefe Dunkel ihrer eigenen Seele.








... So war's ...


Das Cover und der Titel waren der Hauptgrund, warum das Buch mich für sich eingenommen hat. Das Cover ist stimmig zum Titel und einerseits unglaublich düster und andererseits schimmert Hoffung durch. Ich mag das Coverbild sehr.
Der Klappentext klang sehr spannend und ich war sehr interessiert daran, dass Buch lesen zu dürfen. Durfte ich dann auch. Und?
Der Klappentext hat mir etwas anderers suggeriert - vollkommen, auch wenn relativ schnell klar war, dass hier sich etwas ganz anderes abspielt, als ich zunächst angenommen hatte.
Hatte ich hier etwas im Bereich von Psychosen, Ritualen, Mythen etc. erwartete, hatte es tatsächlich eher wenig damit zu tun.
Der Plot war ideenreich ausgesponnen. Wenn das Thema (das ich hier nicht unbedingt nennen will, sonst muss ich spoilern) auch hier und da in anderen Büchern breitgetreten wurde, fand ich es hier dennoch interessant aufgefasst und es wurde mal eine neue Sichtweise und eine neues Schreckensbild aufgeworfen. Zum Ende hin wurde ein bisschen geschustert, das fällt etwas auf.
Der Schreibstil ist spannend und erzählerisch, hier und da noch ein wenig unausgereift, für ein Debüt aber absolut gut. Emelie Schepp hat eine erzählerische, mitreißende Art einerseits, wenngleich sie andererseits manchmal ein wenig zu sporadisch und knapp erzählt.
Die Charaktere fand ich nett ausgearbeitet, sie zeigten menschliche Schwächen auf. So richtig authentisch erschienen sie mir aber nicht. Außerdem hat mich das Geplänkel zwischen Jana Berzelius und Mia Bolander, die (in meinen Augen) etwas an Kindergartenstreitereien grenzten. Insgesamt war mir zum Beispiel Mia Bolander eher unsympathisch, während ich bei Jana eine zwiegespaltene Meinung hatte - mag ich sie oder eher nicht?
Hier und da zeigten sich überraschende Wendungen, sowohl bei den Charakteren und der Charakterzügen, sowie auch im Plot des Buches selber.


Fazit: Ich habe das Buch rasch ausgelesen gehabt. Emelie Schepps Debüt hat hier und da ein paar kleine Schwächen, insgesamt fand ich das Buch dennoch lesenswert und werde es weiterempfehlen. Ich freue mich bereits auf weitere Bücher der Autorin!

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