Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension: 'Die Frau, die Männer mochte' von Petra Hammesfahr

Petra Hammesfahr - Die Frau, die Männer mochte
Roman // DianaVerlag
367 Seiten // 9,99 €
* Das Buch wurde mir freundlicherweise vom DianaVerlag zur Verfügung gestellt. 
Herzlichen Dank dafür! 





Nur ihren Mörder zu finden ist nicht genug
Die Restaurantbesitzerin Marisa Behrend gab zurück, was sie bekam: Liebe, Zuwendung, Treue, Freundschaft. Jeder wusste das, alle bewunderten sie. Und dennoch musste jemand sie so sehr gehasst haben, dass er sie nackt, am Bett gefesselt, umbrachte. Ein Gast? Der Liebhaber? Ihr Arzt? Als Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener die Ermittlungen aufnimmt, ahnt er nicht, in welchen Abgrund er hineingezogen wird. Zu spät erkennt er die Gefahr für sich selbst...

... So war es ...



ACHTUNG - in dieser Rezension musste ich spoilern!

Das Buch wurde vor bereits 25 Jahren von der Autorin geschrieben und kam jetzt in einer Neuauflage und mit einer Erweiterung um 100 Seiten heraus. Es ist das Debüt der Autorin gewesen (was vielleicht auch so manches erklärt).
Das Buch hat mich ratlos zurückgelassen. Ratlos und unzufrieden. Ich weiß nicht, was sich die Autorin beim Schreiben gedacht. Und ich - als ich mich für dieses Buch beworben habe.
Zunächst hatte mir der Klappentext etwas anderes suggeriert, etwas völlig anderes.
Und zunächst fing die Geschichte auch gar nicht so übel an. Aber dann wurde die Geschichte immer abstruser und das Verhalten des einen Hauptprotagonisten immer seltsamer.
Auch, was da vonstatten ging, geht mir irgendwie nicht runter - insbesondere die Tatsache, dass der Kommissar Wegener (Hauptprotagonist) sich in eine tote Frau verliebt - er verliebt sich in sie, wie sie da tot und beschämend vor ihm liegt. Ebenso verblüffend fand ich die Tatsache, dass er sich so misshandeln lässt von seiner Frau, auf psychische Weise. Ich weiß nicht - vielleicht bin ich zu realistisch und zu egoistisch, als mich so behandeln zu lassen. Und um mich dann in eine Traumwelt mit einer Toten zu flüchten. Aber - ich wurde auch nicht in diesem Ausmaß psychisch misshandelt, ich hab noch nie in so einer Situation gesteckt, wie der Herr Kommissar - vielleicht macht es mir das alles ein bisschen unbegreiflich.
Der Schreib- und Erzählstil haben mir an sich gut gefallen, Fr. Hammesfahr kann gut Geschichten erzählen, sie schafft es, eine Spannung zu erzeugen - aber...
Leider hat die Autorin es dennoch nicht geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Zu sehr erscheint mir die Geschichte an den Haaren herbeigezogen. Auch wenn der Mordfall sich letztendlich logisch löst und eigentlich gar kein so ein schlechtes Bild abgibt, sind mir die Ausflüge in die Welt des Kommissars nicht schlüssig.

Obwohl ich mir andereseits wieder durchaus vorstellen kann, dass jemand, auf den jahrelang eingedroschen wird, physisch und psychisch, dass so jemand irgendwann einen kleinen Knick hat und dass für so jemand so etwas durchaus passieren kann.

Fazit: Die Geschichte war einfach nicht mein Ding! Sorry.

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