Mittwoch, 18. November 2015

Rezension: 'Das Dornenkind' von Max Bentow


Max Bentow - Das Dornenkind 
PsychoThriller // Goldmann
444 Seiten // 14,99 € 
Ich habe den 5. Band (Das Dornenkind) freundlicherweise vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen (Vielen Herzlichen Dank dafür!), davor musste ich ungelogen, noch schnell Band 3 & 4 lesen.






Der Federmann kehrt zurück. Und seine Heimtücke kennt keine Gnade...
Der Berliner Kommissar Nils Trojan und sein Team stehen vor einem Rätsel, als man drei Todesopfer auffindet, denen eines gemeinsam ist: in ihre Haut wurden mysteriöse Botschaften tätowiert. Trojan gerät unter Druck, denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Mord geschieht. Doch dann wird plötzlich sein schlimmster Alptraum wahr - denn er bekommt den Anruf einer jungen Frau, die behauptet, die Tochter des 'Federmannes' zu sein, jenes infamen Serienmörders, der Trojan einige Jahre zuvor schwer verletzt entkommen war. Zu seinem Entsetzen schwört sie, dass ihr Vater noch am Leben ist, und Trojan spürt, dass die Stunde der Vergeltung gekommen ist...


... So war's ...


Wer Max Bentow und damit verbunden, Nils Trojan kennt, weiß, was ihn hier erwarten wird (und das ist auch absolut erforderlich, Quereinsteiger werden es schwer haben).
Doch - und das muss ich gleich zu Anfang sagen - war kein bisheriges Buch der Reihe so fulminant, wie dieses hier.
Die anderen Bücher der Reihe sind natürlich gut und unterhaltsam, aber dieses hier hat dem ganzen noch eine Krone aufgesetzt (vor allem nach dem doch etwas schwachen 4. Band).

 Im 5. Band, Das Dornenkind betitelt, erzählt Max Bentow von der Rückkehr des Federmannes, der Trojan bereits im ersten Band heftig zugesetzt hatte und auch in diesem Band Trojan wieder zusetzen wird. Denn das ist sein Plan - Rache nehmen...
Langsam steigernd und trotzdem nicht zäh kommt die Spannung auf;
Bentow hat hier mehrere gute und ausgebuffte Wendungen eingebaut um die Leser bei Stange zu halten - sein Plan geht voll auf. Ist es zum einen die Tochter des Federmannes etwas wankelmütig und man weiß nicht, ob sie auf der guten oder auf der bösen Seite steht oder ist es zum anderen doch die Unklarheit, ob es einen Nachahmungstäter gibt oder nicht - egal, Bentow hat es in diesem Buch voll drauf. 
Er spinnt einen Erzählstrang in den anderen, dabei vergisst er die Charaktere nicht, und baut eine komplexe Geschichte auf, die einen voll in seine Krallen nimmt. Ich gebe es ehrlich zu - ich musste schnell lesen und viel, weil es spannend war.
Das Finale kommt quasi mit Pauken und Trompeten und es werden eigentlich alle, im ersten Band aufgeworfenen Fragen, gelöst. Hach - was für ein Leseerlebnis!

Eine kleine Kritik hab ich dann aber doch (aber ich muss fairerweise sagen, dass die mich schon seit Anfang der Reihe stört): Die Sache mit Jana, der ehemaligen Psychologin und Jetzt-Freundin von Trojan,... - für eine Psychologin erscheint sie mir etwas unausgereift und eher nicht so gut in ihrem Job. Auch dieses ewig Hin und Her, ob jetzt oder ob jetzt doch nicht, nervt mich. Ich weiß, dass die Liebe nicht einfach ist, aber diese vorgeschobenen Gründe ('Trojan bringt das Schlechte in ihr Leben') find ich schon ein bisschen... blöd. Mal weist sie ihn ab, mal zieht sie ihn zu sich hin. Wenn man es mal übertrieben betrachtet, zeigt sie genauso psychisch gestörte Anwandlungen wie die Täter auch. So. Jetzt ist es raus.

Trotzdem tut Jana der Spannung und dem Lesefluss der Geschichte glücklicherweise keinen Abbruch und man kann sie getrost ignorieren.
Wer also ein großer Freund von Trojan ist, sollte hier unbedingt zu schlagen.
Und wer mit Trojan noch nichts anfangen kann,  sollte schleunigst anfangen die Reihe zu lesen (das erste Buch heißt 'Der Federmann').

Ich habe das Buch nur so verschlungen und möchte es unbedingt weiterempfehlen!


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