Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension: 'Jagdrevier' von Helene Tursten

 Helene Tursten - Jagdrevier
Kriminalroman // btb
254 Seiten // 12,99 €
*Zur Verfügung  gestellt von btb - Herzlichen Dank dafür!




Eine Elchjagd in den schwedischen Wäldern. Ein Toter. Fünf Verdächtige.
In einem abgeschiedenen Wald in der Nähe von Göteborg versammelt sich im Spätsommer eine Gruppe von Freunden zur Elchjagd. Darunter die 28-jährige Polizistin Embla Nyström. Die Stimmung kippt, als ein Teilnehmer tot aufgefunden wird und ein anderer spurlos verschwindet. Embla Nyström beginnt zu ermitteln. Wer spielt falsch? Wem kann sie noch trauen?


... So war's ...


Eins vorneweg: Ich bin ein großer Fan von Helene Tursten. Ihre Romane um Irene Huss, Kriminalkommissarin, hab ich regelrecht verschlungen und war immer dankbar für die ordentliche Portion Menschlichkeit, die Tursten ihren Charakteren verleiht.
Nun hat sich Tursten dafür entschieden, eine neue Ermittlerin ins Rampenlicht zu rücken - Embla Nyström. Bedeutend jünger wie Irene und ohne Kinder und Mann, scheint sie schon eher in die Klischefalle, wie ein Kommissar auszusehen hat, zu fallen. Dennoch ist mir Embla sehr sympathisch und erscheint keinesfalls als die abgeschmackte Version einer Kommissarin.

Das Buch hab ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen!

Die Geschichte fing entspannt an und steigerte sich, ohne groß auf die Killer- und Blutdrüse zu drücken, langsam zu einem furiosen Finale.
Tatsächlich kommt 'Jagdrevier', wie auch viele andere Tursten-Krimis, eher langsam und ohne großes Gedöns daher - ich mag das sehr, denn hier hat Helene Tursten zum Beispiel der Umgebung viel Aufmerksamkeit geschenkt. Diese bildhafte Erzählung lies in meinem Kopf ein genaues Bild vom Wald, in welchem sich die Jäger aufhielten, entstehen. Dennoch geriet aber das Thema 'Jagen' und die Handlung des Krimis nicht in den Hintergrund. Es verdichtet sich zu einer spannenden Atmosphäre ohne permanent bedrückend zu sein.
Obwohl langsam und doch eher leise, war der Krimi aber ganz und gar nicht langweilig! Immer wieder brachte Frau Tursten interessante Aspekte ein, die den Fall verzwickter und interessanter machten.
Und am Ende, obwohl ich es dann ahnte, war ich doch vom Täter überrascht.
Toll fand ich auch die überaus detailreich recherchierten Fakten über die Jagd und was es bedeutet, ein Jäger zu sein. Frau Tursten selbst schreibt am Ende, dass sie vom Jagen am Anfang keine Ahnung hat - dafür hört sich das im Buch wirklich professionell an - gut gemacht!

Frau Tursten - großes Kompliment! War vorher schon Irene Huss toll, steht ihr Embla meiner Meinung nach in nichts nach. Ich freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen. Und gerne wieder in so einer tollen Umgebung!

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