Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension: 'Moorfeuer' von Nicole Neubauer

Nicole Neubauer - Moorfeuer
Kriminalroman // blanvalet
413 Seiten // 9,99 €
* Zur Verfügung gestellt vom blanvalet-Verlag - Herzlichen Dank dafür!




Wenn die Osterfeuer brennen, ist es zu spät...
In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein Mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?




... So war es ...

Bücher mit gruseligen Elementen (die sich dann ganz banal auflösen oder eben nicht) mag ich ja. Und Krimis und Thriller mag ich auch. Also, ganz gute Vorraussetzungen für das Buch.
Trotzdem bin ich jetzt schon ehrlich und sage - das Buch hat mich nicht fesseln können.

Die Idee zur Geschichte (mit Hexenverbrennung und mit dem 'Geister-Mädchen') fand ich eigentlich nicht schlecht und insgesamt war das Buch ganz nett geschrieben, aber um ehrlich zu sein - nichts, was lange im Gedächtnis bleibt und nichts, was ich unbedingt nochmals lesen muss.

Was ich allerdings nicht schlecht fand, dass man nicht sofort nach ein paar Seiten schon wusste oder ahnte, wer der Mörder sein könnte, sondern dass es einem wirklich erst zum Schluss hin klar wurde.
Es gab auch sonst ein paar Höhepunkte, wo ich gedacht habe 'Ja, jetzt hat sie die Kurve bekommen', nur um dann anschließend wieder ähnlich vor sich hinplätschernd zu schreiben. Schade!

Die Ermittlerfiguren waren ganz gut ausgearbeitet, auch die Hintergrundgeschichten fand ich nicht übel (gerade die um Waechter hat es mir angetan), was mich aber anfangs unglaublich irritiert hat, war 'Der Hüter des Schweigens' - zuerst dachte ich, es wäre eine Ausgeburt der Fantasie des Ermittlers Hannes, bis sich irgendwann rausstellte, dass es ein Polizeimitarbeiter aus Fleisch und Blut war, der aber einfach nie was sagte und nur selten bei seinem richtigen Namen genannt wurde - diese Figur war unglaublich platt und für mich überhaupt nicht fassbar (vielleicht hätte man auch den ersten Teil lesen sollen, aber es war nicht ersichtlich, dass dies bereits eine Reihe ist).

Gut gelungen fand ich auch die Umgebungsbeschreibungen, die waren wirklich bildhaft dargestellt und brachten Flair in die Szenerie.

Insgesamt bin ich etwas zwiegespalten mit meiner Meinung - würde ich Sterne vergeben, gäbe es für dieses Buch solide 3 Sterne.

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