Dienstag, 29. März 2016

Lese-Empfehlung: 'Ihr liebt sie nicht' von Belinda Bauer

Belinda Bauer - Ihr liebt sie nicht
Psychothriller // Manhattan
396 Seiten // 14,99 €



Es ist Jagdsaison im englischen Exmoor. Doch die Beute ist nicht das Wild. Es sind die Kinder.
Erst die dreizehnjährige Jesse, dann der neunjährige Pete. Innerhalb kurzer Zeit verschwinden zwei Kinder aus dem Auto ihrer Eltern. Zurück bleibt in beiden Fällen nur eine handgeschriebene Notiz: »Ihr liebt sie nicht.« Mitten im Hochsommer fallen dunkle Schatten über Exmoor. Irgendjemand scheint Kinder zu stehlen – Jesse und Pete waren nur der Anfang. Es gibt keine Spuren, keine Erklärung, keine Lösegeldforderungen und keine Hoffnung. Der Polizist Jonas Holly versucht, sich in den Kopf des Entführers zu versetzen, um ihm auf die Spur zu kommen. Doch zumindest einer in dem kleinen Örtchen Shipcott ist überzeugt, dass der psychisch instabile Holly der Letzte ist, dem man vertrauen sollte …





... Es war gut, weil ...

Heidewitzka - da hat die Frau Bauer aber mal eine Geschichte vorgelegt. Da hatten mich schon der Titel und vor allem der Klappentext auf die Folter gespannt. Und als ich endlich anfangen konnte zu lesen, konnte ich auch fast nicht mehr aufhören.
Was ich zunächst nicht wusste, es ist der Band in einer Reihe um den Polizisten Jonas Holly.
Trotzdem hab ich, bis auf ein paar kleine Anspielungen, alles gut verstanden. Es tut der Spannung in der Geschichte also keinen Abbruch.
Der Anfang war etwas holperig. Manchmal hat mich auch das Geplänkel um Holly und einen zweiten Protagonisten, Steven, gestört. Er ist derjenige, der Holly für nicht vertrauenswürdig hält. An sich fand ich die Dialoge interessant, aber hier waren die Anspielungen, die ich nicht immer bzw. erst nach und nach verstanden habe; das hat ein bisschen gestoppt, aber wie gesagt - es schadet der Spannung nicht.
Ungewöhnlich fand ich das Motiv, aus welchem die Kinder entführt wurden - und auch diese Ausarbeitung darum fand ich klasse. War der Anfang holperig, kommt Frau Bauer hier ordentlich in Fahrt und fährt gutes sprachliches Geschütz auf. Ohne viel Blut, erzeugt sie hier eine intensive Situation, in der man nicht mehr in der Lage ist, das Buch mal kurz sinken zu lassen geschweige denn wegzulegen.
Das Ende ist wahrlich fulminant und unglaublich befreiend. 
Frau Bauer hat mir gut gefallen und ich werde mir ihre anderen Bücher auf jeden Fall für meinen Wunschzettel notieren!

Wer also einen kurzweiligen Thriller sucht, der mit ungewöhnlichen Motiven daherkommt und am Blut spart, ist hier sehr gut bedient!

1 Kommentar:

  1. Woah. Hört sich gut an. Werde ich mal auf meine Leseliste setzen!

    Wünsche noch einen schönen Tag!

    So long,
    Corinna

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