Dienstag, 5. April 2016

Lese-Empfehlung: 'Milchsblut' von Clara Weiß


Clara Weiß - Milchsblut
Kriminalroman // Goldmann
477 Seiten // 9,99 €



Ist eine alte Heiligen-Legende der Schlüssel zu einer blutigen Mordserie?
Ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Seit Generationen ist das Haus nahe der Kapelle die Heimat von Elviras Familie, Das ruhige Leben der Bäuerin wird aber für immer zerstört, als sie eines Tages einen schrecklichen Fund auf dem Nachbarshof macht - ein Toter, auf ein Wagenrad gebunden, grausam hingerichtet. Und dies ist erst der Anfang eines entsetzlichen Mordens, das kein Ende zu nehmen scheint. Da entdeckt Elvira, dass eine akte Heiligenlegende der Schlüssel sein könnte. Doch während sie noch verzweifelt versucht, die Logik des Täters zu begreifen, schneiden Schnee und Eis das kleine Dorf von der Außenwelt ab. Nieman kann mehr entkommen - und Elvira ahnt, dass der Mörder auch sie nicht verschonen wird...






... Es war gut, weil ...

Wow - das Buch hier hat absoluten Wow-Effekt, denn genauso lässt es mich zurück. Das Buch war eines dieser Bücher, die von Anfang bis Ende spannend sind.
Der Klappentext und auch der ungewöhnliche Titel lockten meinen Blick auf das Buch - Danke für meine gute Intuition, dass muss ich schon sagen!
Von Anfang an leuchtet Frau Weiß auf das Leben auf einem Bauernhof in einem abgelegenen Weiler und auf das Familienleben der Frau, aus deren Sicht geschrieben wird. Das ist Elvira, etwa 50 Jahre alt, sehr introvertiert und etwas dicklich. Sie hasst große Menschenansammlungen, doch die Gesellschaft ihres treuen Hundes Ludwig schätzt sie sehr.
Doch dann, nachdem man verstanden hat, wie es in einem Weiler in etwa zugeht und glaubt zu wissen, was mit den Menschen los ist, geht's los.
Es passieren grausige Morde (und da sollte man nicht unbedingt zartbesaitet sein), zusammen mit der Einsamheit und der verstockten Menschen, die da wohnen, ergibt das ein unglaublich spannendes Bild.
Frau Weiß spart nicht an Blut und Grausamkeiten, drückt aber auch immer wieder auf die psychologische Angst-Schiene, so dass man völlig von der Geschichte gefesselt wird.
Ich kenne andere Autoren, die zwar bildhafter schreiben, aber das braucht Fr. Weiß gar nicht, sie weiß ganz genau, welche Knöpfe sie drücken muss, um eine unbehagliche oder geladene Situation entstehen zu lassen, sie lässt der eigenen Fantasie genug Spielraum.
Nach einer Weile kam ich zwar drauf, wer da nicht richtig spielt, aber dennoch war es spannend bis zur letzten Seite und die Motive und Beweggründe, was den Täter zu Tat bewegt haben und auch andere Auflösungen waren sehr stimmig und überhaupt nicht hanebüchen.

Ich war bestens unterhalten und hätte ich nicht in diesen Tage immer um 5 Uhr schon müssen aufstehen, wäre das Buch eines von denen gewesen, welches man in einer Nacht durchliest!

Frau Weiß, da haben Sie aber mal ein außerordentliches Debüt hingelegt!  Das ist ein Kriminalroman genau nach meinem Geschmack gewesen und ich freue mich sehr auf Neues von Ihnen!

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