Dienstag, 12. April 2016

Lese-Empfehlung: 'Nummer Zwei' von Claus Probst


Claus Probst - Nummer zwei
Thriller // Fischer
395 Seiten// 9,99 €


Einen solchen Fall gab es noch nie
Im Wald, frühmorgens:
Ein Namenloser findet ein totes, junges Mädchen. Behutsam trägt er die Leiche davon. 
Er darf das nicht. Das weiß er.
Aber er muss so handeln...

Inzwischen brüstet sich ein Serienmörder der Tat. Doch nirgendwo ist eine Leiche gefunden worden. Ein riskantes Katz- und Maus-Spiel beginnt, in dem ein Unbekannterzum entscheidende Faktor wird - auf Leben und Tod. 






... Es war gut, weil ...

Phuu - ich hatte dieses Buch auf einem Stapel preisreduzierter Mängelexemplare entdeckt und bin zunächst eine Weile drumherum geschlichen. Der Titel klang etwas simpel und auch der Klappentext lockte mich nicht zu hundert Prozent. Das Cover war ganz stimmig, aber ob das ausreichte? Schließlich nahm ich es doch mit und entschied mich auch ziemlich schnell dafür, es zu lesen.
Und?
Was für eine Bereicherung! Dieser Herr Probst, also, der hat ganz schön was drauf. 'Nummer zwei' ist sein erster Thriller und dafür hat er äußerst solide Arbeit geleistet.


Die Geschichte fängt etwas seltsam an, aber dafür direkt beim Geschehen ohne vorher lang rum zu sülzen. Der Anfang wird im Grunde schon im Klappentext beschrieben, ein Mann nimmt eine Leiche, die er nicht ermordet hat, von ihrem Fundort weg und bringt sie zu sich nach Hause. Ein anderer brüstet sich mit der Ermorderung, doch wo keine Leiche ist...
Gleich von Anfang an, baut Herr Probst einen Erzählsog auf, der sich durch das ganze Buch zieht. Zwar hier und da mal etwas sanfter anklingt, aber aufhören zu lesen konnte ich dennoch nicht.
Ich empfand für mich, dass die Grundgeschichte und was für andere (tragische) Geschichten sich darum rankten, durchweg schlüssig.
Herr Probst zeichnet die Charaktere fein auf; die Charaktere waren mir überwiegend sympathisch. Sie sind menschlich, authentisch und wirken nicht platt. Gerade die Ermittlerin Lena Böll fand ich interessant, denn aus deren Sicht wird geschrieben. Herr Probst wechselt aber gelegentlich in die Sicht des Mörders, was immer ein interessanter Kontrast darstellt.
Der Erzählstil von Herr Probst ist sehr fesselnd. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Der Autor baut interessante Ideen und Wendungen in die Geschichte ein, die die Geschichte auf Trap halten ohne verwirrend zu sein.
Also - ich freu mich ehrlich gesagt schon darauf, wenn mehr Thriller von Herr Probst erscheinen!

Herr Probst, ein gelungenes Debüt, welches fesselnd ist und einem keine Ruhe lässt, ehe man es zu Ende gelesen hat! Super!

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