Mittwoch, 11. Mai 2016

Lese-Empfehlung: 'Giftiges Grün' von Elsemarie Maletzke

Elsemarie Maletzke - Giftiges Grün
Gartenkrimi // Schöffling & Co
205 Seiten // 12,00€




Linas Onkel ist als vermeintlich armer Mann gestorben. Doch dann stellt sich heraus, dass er ihr und zwei weiteren Erben eine Aufgabe hinterlassen hat ‐ und demjenigen ein kleines Vermögen, der einen Fall lösen kann, der dreißig Jahre zuvor das Leben des Onkels aus der Bahn geworfen hat. Gleich drei Amateurdetektive suchen den Schauplatz des mutmaßlichen Verbrechens, die Villa Buchfinkenschlag. Als Lina das verwüstete Haus in einem verwilderten Park findet, begegnet sie dem ehemaligen Gärtner Johann, einem attraktiven, aber undurchsichtigen Mann mit einer Vorliebe für schöne, giftige Pflanzen. Ausgerechnet er muss Lina zu Hilfe kommen, als sie sich vertrauensselig in Gefahr bringt.








... Es war toll, weil ...
Mit dem Tod fängt die Geschichte an.
Zunächst findet die Geschichte den Ausgangspunkt bei einer Testamentseröffnung. 3 Erben bekommen die Aufgabe ein langvergangenes Verbrechen zu lösen - der, der es zuerst löst, bekommt das Vermögen. Drei, sich nicht grüne Personen machen sich auf, aus den unterschiedlichsten Motiven, die Aufgabe zu lösen.
Und so nimmt die Geschichte ihren spannenden Lauf.

Frau Maletzke hat ein Händchen für Krimi, unaufgeregt mit wenig Blut, dennoch böse; verpackt mit wunderschönen Blumen und verborgen hinter idyllischen Gartenszenen.
Das war ein Buch völlig nach meinem Geschmack - wirre Familiengeschichte, in der jemand tragisch zu Tode kommt, verfallene Häuser und Gift. Und Gärten. Ich liebe Gärten und Blumen und Pflanzen und Frau Maletzke hat dies wunderbar in die Geschichte eingebaut. Dennoch hatte man nicht das Gefühl, sich einem Garten-Lehrbuch wiederzufinden. Ihr Schreibstil ist nicht außergewöhnlich, macht aber Lust auf mehr, denn sie schreibt unterhaltsam und authentisch.
Ihr Schriftbild ist ausführlich, aber nicht überladen. 
Die Geschichte spielt teilweise in einer alten, verfallenen und durch Vandalismus beschädigten Villa, die als eindrucksvolle Szenerie dient, ebenso wie der dazugehörige Garten in seiner vollen Pracht. Den Titel find ich hier übrigens passend wie die Faust aufs Auge - manche wissen gar, was da so für Giftzeug im Garten wächst. Und manche wissen es eben sehr gut...

Zu dem verfallenen Haus gibt es übrigens hinten im Buch einen interessanten Hinweis auf die Fabrikantenvilla in Finkenbach-Gersweiler. Wer also schöne leerstehende Häuser genauso sehr mag wie ich, sollte das mal googlen.

Das Buch ist meiner Meinung nach nicht nur für Garten- und Blumenfreunde eine unterhaltsame Lektüre und ich freue mich auf mehr Literatur dieser Autorin. 

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