Mittwoch, 24. August 2016

Rezension: 'Todesmärchen' von Andreas Gruber

Andreas Gruber - Todesmärchen
Thriller // Goldmann
540 Seiten // 9,99€
*Dieses Buch wurde mir vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!




Und wenn sie nicht gestorben sind...
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneidjer und die BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein - doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah in einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher auf Piet van Loon. Der wurde einst von Sneidjer hinter Gitter gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel...








... So war's ...

Vorneweg - ich bin ein großer Fan von dem Ermittlerpaar Sneidjer und Nemez, die beiden ersten Bände von ihnen hab ich nur so verschlungen und habe außerdem sehnsüchtig auf diesen dritten Band gewartet. Andreas Gruber hat seine Sache bisher gut gemacht und hat mich voll in seinen Fängen.

Und dann bekam ich diesen Band.
Voller Neugierde und Spannung begann ich zu lesen. Die beiden Ermittler werden unfreiwillig als Team eingeteilt und zu einem in Bern geschehenen Mord geschickt. Gruber verknüpft hier von Anfang die Stränge ohne dem Leser zuviel zu verraten, führt den Leser auf falsche Fährten. Es werden nach und nach die Morde miteinander verbunden, ohne das man genau ahnt, was die Ursache der Gemeinsamkeit ist.
Als zunächst zweiten Hauptstrang erzählt Gruber die Geschichte der jungen Psychologin Hannah, die sich Arbeit in einem Gefängnis gesucht hat - nicht ohne Hintergrundgedanken.
Es ist klar, dass die beiden Geschichten in eine große Geschichte verlaufen - aber wie sie es tun? Hammerhart.
 Das Grundgerüst und die Plotidee sind Bombe und auch die detailreiche Ausarbeitung, die Gruber geleistet hat, ist schlüssig und greift ineinander. Er hat volle Lotte auf die Spannungsdüse gedrückt und auch dabei Intelligenz walten lassen. So wie ich das mag. Eigentlich.

Und doch... bin ich irgendwie enttäuscht. Dieser Band liest sich nicht so flüssig wie die anderen beiden Bände; ich habe wirklich lange gebraucht, obwohl es spannend war und obwohl die bekannten Charaktere sich nur geringfügig verändert haben (verändern müssen sie sich ja auch) und wieder hervorragend ausgearbeitet sind, ebenso die neuen Charaktere. Obwohl das Buch eigentlich eine Super-Story verbirgt und sich sehen lassen kann.
Was mich gehindert hat, kann ich nicht genau sagen - leider muss ich aber sagen, dass vom rein subjektiven Gefühl her, das hier für mich der schwächste Band der (vorläufigen) Triologie ist.

Das tut meiner Liebe zu Andreas Grubers Ermittler aber keinen Abbruch, jeder hat eben mal schlechte Tage. Und das Buch kann sich trotz allem sehen lassen und verspricht einige spannende Stunden!




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