Dienstag, 13. September 2016

Lese-Empfehlung: 'Böse' von Bentley Little

Bentley Little - Böse
Horror // BasteiLübbe
414 Seiten // 8,95€




Das Böse ist hier. Ein Fremder wird dich lehren, warum du töten sollst. Und Mord ist nur der Anfang. Er wird nicht ruhen, bis du zur Hölle fährst.
In der kleinen Stadt Willis ist noch nie etwas schreckliches geschehen. Das Grauen beginnt an dem Tag, als ein Fremder in die Stadt kommt. Plötzlich erhalten die Einwohner Briefe von Menschen, die seit Jahren tot sind, und Botschaften, die ihnen Geheimnisse ihrer Nachbarn verraten. Argwohn und Missgunst verbreiten sich wie ein Virus, und bald begeht ein Bewohner den ersten Mord. Das Böse ist nach Willis gekommen. Es wird nicht ruhen, bis der letzte Einwohner zur Hölle gefahren ist.








... Es war gut, weil ...

Noch nie hatte ich etwas von Bentley Little gehört, obwohl er als Lehrling des Meisters des Horrors itself (also, Mr. Stephen King), gehandelt wird. Ich stolperte beim Stöbern im Internet über diesen Artikel, der mir als 'Andere Kunden kauften auch' angezeigt wurde. Zunächst skeptisch, dachte ich mir - mit so einem Titel, da muss ja schon was dahinter stecken.

Das Buch fängt ganz harmlos an. Eine Familie in Willis, einer kleinen Stadt, es ist der erste Tag der Sommerferien. Die Hauptprotagonisten-Familie ist ganz normal, der Junge steckt in der Pubertät, der Vater möchte eine Auszeit vom Lehrerleben und will ein Sabbatjahr nehmen und die Mutter möchte, dass der Junge den ersten Ferientag nicht im Bett vertrödelt und der Ehemann sich gesünder ernährt.
Doch dann wird es ernst. Der Postbote stirbt.
Kaum zu glauben, dass aus dem Ereignis ' Der Postbote stirbt ' sowas entstehen kann, aber es entsteht und es ist furchtbar mörderisch und ernst.

Little steht meiner Meinung nach dem King of Horror in Nichts nach. Im Gegenteil - obwohl eine gewisse Ähnlichkeit herrscht, hat Little doch seinen eigenen Stil und behauptet sich vor King. Damit ist Little gar nicht so little, sondern verdient vielmehr Aufmerksamkeit.
Ich mag es, dass er anfangs alles in normalem Licht erscheinen lässt, es könnte überall auf der Welt passieren und lässt es langsam in den Horror übergleiten, offensichtlich, aber ohne Druck, und dennoch voller Spannung. (Hier muss ich leider nochmal King ins Spiel bringen: King macht das auch so und ich mag das einfach!)

Little konstruiert aus der Tatsache, dass der Postbote stirbt und dafür der Teufel Einzug erhält, eine tolle Geschichte. Alles ist an seinem Platz, nichts erscheint als überflüssig und störend. Die ganze Geschichte ist rund. Sehr gut gefallen hat mir Little's Szeneriebeschreibung. Ich konnte genau sehen (in meinem Kopf), wie er sich das ausgedacht hatte und wie es aussah in Willis.
Natürlich wird das Böse am Ende besiegt und diesem Fall ist das äußerst befriedigend zu wissen, wenn auch schon einige Leute leider ihr Leben lassen mussten. Das Ende ist kein klassisches Showdown mit einem großen Knall. Macht nichts, dieses Ende, dass der Autor gewählt hat, finde ich absolut passend. Fragen, die sich auftun, werden beantwortet und am Ende ist man absolut geflasht.



Mittlerweile hab ich mir noch ein Buch von Bentley Little geholt und ich freu mich darauf!!

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