Montag, 19. September 2016

Montagsfrage 57

Eine wöchentliche Aktion von Buchfresserchen

Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür? 

Das gibt es durchaus, dabei kann ich jetzt aber nicht mal konkret Bücher nennen (bei sowas tu ich mich immer schwer...). 
Ich mag insbesondere Antagonisten, die sich durch Intelligenz und gewissermaßen auch durch Charme auszeichnen. Man muss nicht immer völlig derb und schweinisch daherreden, nur weil man ein Vebrecher ist. Und vor allem braucht man auch nicht daherkommen, wie der letzte Dreck. 
Nicht leiden kann ich Antagonisten, die völlig rücksichtslos sind und mit der 'Hau-drauf-Methode' handeln. Bei Bud Spencer und Terence Hill mag das witzig sein (und ja - ich steh auf die beiden Buddies), aber bei manchen Menschen sitze ich vor dem Buch und würde sie am liebsten aus den Seiten ziehen und sie spüren lassen, was sie andere spüren lassen. Meistens sind das auch Menschen, die ich nicht greifen kann, weil sie so komplett anders sind. 
Aber tatsächlich ist es meistens so, dass ich auf der Seite der Gerechten stehe. Auch wenn sie manchmal Übermenschen zu sein scheinen, ist das allemal besser, als das, was die böse Seite fabriziert (das liegt möglicherweise auch an meiner Lektürenrichtung : Thriller).


Und du so??

Kommentare:

  1. Hi Linda,

    bei mir kommt es gar nicht so selten vor, dass ich mich auf die Seite der Bösen schlage.

    Mein Beitrag. :o)

    Liebe Grüße
    Patricia

    AntwortenLöschen
  2. Könnte ich jetzt gar nicht so sagen... Severus Snape fand ich immer den Coolsten von allen -- gilt das auch, :-)? Und es gibt da ein Buch von Neil Gaiman, dessen Titel ich aber vergessen habe, wo die Antagonisten so richtig widerlich und böse, aber doch wieder auf ihre Art irgendwie krass interessant sind.

    Ich lese gerade ein Buch, The Vegetarian von Han Kang, in dem der Protagonist ein absoluter Vollpfosten ist, den man einfach nur links und rechts abwatschen möchte... Aber das Buch verspricht ein echter Volltreffer zu werden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Severus Snape fand ich anfangs voll der Arsch (entschuldigt meine deutliche Wortwahl), aber als ich anfing Harry Potter zu lesen, war ich 9 Jahre alt (im Jahre 1998) und ich war voll bei Harry und seinen Freunden. Mittlerweile denke ich auch, dass Snape nicht so übel war.
      Aber hier gehts ja ums Mögen und da überwiegt einfach die 'gute Seite' - sicher, es gibt die Protagonisten, die man einfach nur in die Tonne kloppen kann... die Frage ist ja auch viel eher, wer ist wann Antagonist und Protagonist?

      Löschen
  3. Auch wenn ich Thriller kaum lese, schlage ich mich auch auf die Seite der Guten. Ausführlicher hier: http://kinderbuch-detektive.de/index.php/2016/09/19/2047/

    Liebe grüße, Anna

    AntwortenLöschen
  4. Hallo,

    ich gebe dir recht. Vielschichtige Charaktere, ganz gleich ob Protagonist oder Antagonist, haben eigentlich immer die besten Chancen vom Leser gemocht zu werden. Und wenn wir einen charmanten Gegenspieler haben, dann darf man den gerne auch mögen. seh ich genauso.

    Mein Beitrag

    Liebe Grüße
    Jay von "Bücher wie Sterne"

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Linda,

    das ist selten, aber es ist schon hin und wieder mal vorgekommen. Wobei ich dabei durchaus differenzieren möchte, dass das nicht unbedingt etwas mit mögen oder gern haben der Figur zu tun haben muss, sondern eher damit, wie interessant sich der Antagonist für mich darstellt.

    Wenn z.B. eine Hauptfigur sehr klischeehaft, sehr langweilig oder aber unnatürlich daher kommt, dann kann es schon mal sein dass der Antagonist deutlich interessanter, authentischer daher kommt und sein Charakter ansprechender wirkt. Dann würde ich den Antagonisten, dem Protagonisten definitiv vorziehen.

    Viele liebe Grüße

    Nisnis

    AntwortenLöschen
  6. Hallo,
    meiner Meinung nach stellt sich beim Mögen einer Figur nicht die Frage, ob es sich um einen Antagonisten oder einen Protagonisten handelt, sondern eher wie lebendig und authentisch ist die Figur. Meine ausführliche Antwort findest du auf vielleserin.de.
    Viele Grüße,
    Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hmm - kann ich so nicht unterschreiben. Ich meine, schließlich wurde auch Hannibal Lecter (nur so als Beispiel) als lebendig und authentisch dargestellt und trotzdem mag ich ihn nicht - er ist interessant, aber es geht hier ja ums Mögen (was für mich immer positiv behaftet ist).

      Liebe Grüße,
      Linda

      Löschen

Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht!
Ich versuche stets deinen Kommentar zu beantworten und einen Gegenbesuch zu starten.
Verzeih, wenn es gelegentlich ein wenig dauert!