Dienstag, 22. November 2016

Lese-Empfehlung: 'Schlangenhaus' von Sharon Bolton

Sharon Bolton - Schlangenhaus
Thriller // Manhattan
506 Seiten // 19,95€



Die Wahrheit tut nicht weh. Sie tötet. 

Eine rätselhafte Schlangenplage, mysteriöse Todesfälle und die Rückkehr eines Alptraums, der längst vergessen schien...
Der Schrecken beginnt an einem friedlichen Morgen in einem idyllischen englischen Dorf: Im Kinderbett eines schlafenden Babys wird eine Schlange entdeckt und die junge Tierärztin Clara Benning zu Hilfe gerufen. Doch das ist erst der Anfang. Eine wahre Schlangenplage sucht den Ort heim, und es kommt zu rätselhaften Todesfällen. Clara versucht, eine Erklärung für die Vorgänge zu finden, und stößt auf eine Spur, die fünzig Jahre in die Vergangenheit führt. Doch die Menschen, die wissen, was damals geschah, schweigen eisern. Bis die Wahrheit mit tödlicher Macht ans Licht drängt...


 
 
 
... Es war gut, weil ...

Eine Schlangenplage bricht in einem kleinen Dorf aus und die dort ansässige Tierärztin, Clara, die eher introvertiert ist, weil sie nach einem Unfall as Baby ein entstelltes Gesicht hat, versucht, die Ursachen aufzudecken.

Vielleicht sollte ich auch gleich zu Beginn erwähnen, dass man als Schlangenphobiker das Buch vielleicht besser nicht lesen sollte - denn Frau Bolton schreibt sehr detailreich, spielt manchmal mit der Sprache und manchmal mit der Fantasie des Menschen. Die Schlangen hingegen reichen von giftig zu ungiftig und sind obwohl Opfer als doch auch Mörder.


Gleich von Anfang, wie ich es bei Sharon Bolton so sehr mag, spinnt sie eine düstere und dichte Atmosphäre, man wird direkt mit hinein gezogen in die Geschichte und taucht hinterher geflasht wieder auf. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch gelesen, ja schon direkt durchgesuchtet (wie man so schön neudeutsch sagt) und war absolut gefangen.
Sehr gut gelungen empfand ich, dass die Schlangen nicht nur Randfigur waren, sondern auch ein paar interessante Fakten genannt wurden;
auch die Charakter waren ganz gut ausgearbeitet, hier und da sind sie leider ein bisschen platt geraten, aber - wie gewohnt sind die Menschen bei Bolton einerseits nett und gute Nachbarn, andererseits auch äußerst undurchschaubar.
Interessant fand ich auch, was Clara sich da zusammenreimt, weil sie einzelne Puzzlestücke nur zusammentragen kann und einige wesentliche Teile fehlen. Auch deswegen interessant für mich, weil ich bis zum Schluss nicht wirklich eine Ahnung hatte, wer der Täter nun ist.
Auch was denn nun tatsächlich alles war, damals wie heute, finde ich als gelungen beschrieben.
Lediglich das Ende ist in Hinsicht der Geschichte ein bisschen fad geraten, schade - aber dennoch überwiegt die gute Story und macht das Ende wieder wett.

Dennoch muss ich auch noch sagen:
Obwohl ich das Buch nur so verschlungen habe und es mich durchweg gut unterhalten hat, finde ich nicht, dass das hier eins ihrer besten Bücher ist. Das kann sie besser!

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