Dienstag, 29. November 2016

Rezension: 'Blumenkinder' von Meike Dannenberg

Meike Dannenberg - Blumenkinder
Kriminalroman // btb
460 Seiten // 9,99€



Jemand hat zwei Mädchen getötet. 
Und wird es wieder tun. 
Sehr bald.

Im beschaulichen Lüneburg grassiert die Angst vor einem Mörder. Ein Mädchen wurde vor vier Wochen getötet. Und das große Waldgebiet Drawehn birgt noch mehr Schreckliches unter dem Laub des Vorjahres - wird es bald ein weiteres Opfer geben? BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Fallanalytiker Johan Helms läuft die Zeit davon...






... So war's ...

Ach, was hab ich an diesem Buch rumgelesen. Zwei Wochen? Hat mir meine ganze Statistik für den November versaut.
Dabei war das Buch gar nicht mal so übel, aber ich bin einfach nicht richtig reingekommen, die Geschichte konnte mich von Anfang an nicht so ganz packen und fesseln, bin leider immer ein wenig abgeschweift.

Das Buch hat mich ein wenig zwiespältig zurückgelassen. Denn einerseits hab ich so lange gebraucht, hab nicht gleich Zugang gefunden und obwohl ich nicht sagen will, dass mich das Buch gelangweilt hat, muss ich doch auch sagen, dass es mich auch nicht so richtig gefesselt hat.
Hauptcharakter Nora kommt ein wenig als typisch 'kaputte Ermittlerin daher, die nix und niemanden an sich ranlässt', während der andere Hauptcharakter, Johan, einerseits Gefühle und Menschlichkeit zeigt, aber manchmal gegen Nora wie ein Weichei wirkt (obwohl er das gewiss nicht ist). Leider sind die beiden Charakter sehr undurchsichtig, immer wieder werden versteckte Andeutungen gemacht, die dann  gar nicht aufgelöst werden. Gut, das Buch ist der Auftakt zu einer Reihe, aber ein bisschen mehr Info wäre schon nett gewesen, denn so blieb mir der Zugang gerade zum Hauptcharakter Nora versperrt.
Die Geschichte selbst ist von der Grundstimmung her nicht direkt düster, aber auch nicht fröhlich, heiter - kleine Witze vermisst man hier eher. Die Geschichte dümpelt ein wenig vor sich hin, obwohl ich lange nicht wusste, wer der Täter ist (und man das eigentlich auch erst am Ende erkennen kann).
Die Ermittler tappen lange im Dunkeln, trotz gelegentlicher Spurenfindung, die sie sogar bis nach Tschechien auf ein 'Festival' bringt. Immer wieder tun sich neue Verdächtige auf, doch nichts fruchtet so richtig. Frau Dannenberg hat dabei eine bildhafte Sprache, die Szenerien konnte ich mir gut vorstellen.

Leider war ein Großteil des Buches für meinen Geschmack eher... etwas lahm. Es ist spannend, ja, aber so richtig in Fahrt kommt es über große Strecken auch nicht. Immer wenn ich denke, jetzt wirds mal ein bisschen flotter, wurde der Wind wieder aus den Segeln genommen. Für mich dümpelte die Geschichte eher ein wenig vor sich hin.
Das Ende hingegen ging dann plötzlich auf die Vollen und da war ich dann auch in den Bann gezogen, so dass ich die letzten 150 Seiten nur so verschlungen habe.
Schade, dass das erst so spät kam. Ich werde die Autorin auf jeden Fall auf dem Radar behalten, so richtig überzeugt hat mich das Buch aber noch nicht.

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