Dienstag, 20. Dezember 2016

Lese-Empfehlung: 'Eisige Schwestern' von S.K. Tremayne

S.K. Tremayne - Eisige Schwestern
Psychothriller // Knaur*
400 Seiten // 14,99€


Kirstie oder Lydia?
Gut oder böse?
Lebendig oder tot?

Welches meiner Mädchen bist du?

Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt.
Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.



... Es war gut, weil ...

Ich bin völlig entflammt! Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautor. Hörst du meine Lobesgesänge? Hallelujah!
Hach - das war mal wieder so ein Thriller, wie er geschrieben werden sollte. Spannend, mysteriös, fesselnd - so mag ich das. In einem Tag hatte ich das Buch durchgelesen und wenn man andere Bewertungen anschaut, ging es nicht nur mir so.
Die Geschichte fängt im Prinzip mit einem Umzug an, die halbverwaisten Eltern und deren Tochter Kirstie ziehen auf die Donnerinsel, dort befindet sich ein Leuchturm und ein sehr marodes Cottage. Angus, der Mann und Vater, war als Kind schon oft hier, denn es ist das Haus seiner Großmutter. Sarah, die Frau und Mutter, treibt den Umzug voran, möchte sie doch den Tod ihres Kindes Lydia vergessen. Und dann ist da Kirstie, die ihren Zwilling Lydia verloren hat.
Kirstie und auch Lydia gebührt die meiste Aufmerksamkeit in diesem Buch und diese beiden stiften auch am meisten Verwirrung.
 Verwirrend ist auch die Geschichte, aber nicht so, dass man nicht mehr mitkommt, sondern genau im richtigen Maß - es bleibt spannend, auch wenn man nicht immer weiß, was da wirklich los ist.
Toll fand ich den Ausgangspunkt Zwillinge. Zwillinge bieten interessante Fakten und wundersame Phänomene. Herr Tremayne hat hier Fakten um die Zwillingsforschung einfließen lassen, ohne dabei belehrend zu wirken - das hat mir sehr gut gefallen.
Gefallen hat mir auch:  Tremayne hat eine bildhafte Sprache und als es in der Geschichte zum furiosen Sturm kommt, sieht man, wie sehr der Autor die Sprache beherrscht und fühlt sich, als würde man sich auf dieser sturmumwehten Insel sitzen, direkt neben den Hauptprotagonisten. Ich hatte öfters mal Gänsehaut!
Ich mag auch sehr, dass das die Grenzen von Realität und Mystik verwischen, wenn sich auch am Schluss manches aufklärt (und manches eben nicht). Mit dem Mystischen wird hier auf jeden Fall nicht zu knapp gespielt. Das verleiht der Geschichte das gewisse Extra.

Manches bleibt lange im Unklaren, anderes verdichtet sich schon nach wenigen Seiten, spannend bleibt das Buch bis zum Schluß und wenn dieses auch unerwartet endet, ist es stimmig! 
Ich bin sehr begeistert von dem Buch und werde definitiv noch mehr von diesem Autor lesen!




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