Freitag, 12. Mai 2017

Rezension: 'Ein Dorf zum Verlieben' von Dorothea Böhme

Dorothea Böhme - Ein Dorf zum Verlieben
Roman // blanvalet
317 Seiten // 9,99 €
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von blanvalet zur Verfügung gestellt - Herzlichen Dank dafür!



Ein kleines Dorf voller skurriler Bewohner und eine junge Frau, die alle Herzen im Sturm erobert...

Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt ...


... So war's ...

Mal ganz ehrlich - was mich am Liebesroman immer am meisten stört, ist, dass schon aus dem Klappentext hervorgeht, was im Buch passiert. Gut ist, wenn ein Buch dann trotzdem zu überraschen weiß.
Das ist Frau Böhme definitiv gelungen; mich zu überraschen auf ihrem Weg zum Happy End - der war nämlich voller witziger Dialoge und Szenen, die mich durchaus zum Schmunzeln brachten.
Witzig und Spritzig war das Buch geschrieben, sowieso hat Frau Böhme einen flüssigen Schreibstil, die Geschichte reißt einen rasch mit und rasch hatte ich auch die Geschichte ausgelesen.

Im Buch geht es um Wanda, die sich in ihrem Leben eigentlich einigermaßen eingerichtet hat. Nur das Richard auch nach 10 Jahren noch in ihrem Kopf rumspuckt, und auch, dass sie nach 10 Jahren immernoch die Männer vergleicht, naja, Wanda ist das gleich, doch ihre Großmütter sind damit nicht so recht einverstanden. erst recht, als sie sehen, dass Richard nach 10 Jahren zurückgekommen ist. Sie wollen nicht, dass ihre Enkelin wieder in so einen schlimmen Liebeskummer verfällt und schließlich unter Umständen gar kein Mann mehr findet, deswegen beschließen sie, einzugreifen. Und dafür haben sie einige Ideen und wie sich das in einer kleinen Gemeinde gehört, werden alle Bewohner mit einbezogen.

Zu allererst möchte ich eine Sache etwas kritisieren, vielleicht bin ich da aber auch etwas empfindlich, weil ich selbst Dorfbewohner bin - ein paar Dorfplattitüden haben dann schon geherrscht. Aber, da die Geschichte sonst ingesamt recht unterhaltsam war, kann ich drübert wegsehen.
Die Charaktere waren nicht so sonderlich ausgebaut, allerdings erwartet ich das bei einem Unterhaltungsroman auch nicht unbedingt. Am allerbesten haben mir ja die beiden Großmütter gefallen, die sich alle naselang in die Wolle gekriegt haben, obwohl sie das gleiche Ziel (mehr oder weniger) hatten. Aber bei so unterschiedlichen Charakteren, kommt ja die eine oder andere Reiberei vor. Das hat definitiv für den nötigen Pepp gesorgt.

Auch wenn ich mich mit Wanda nur bedingt identifizieren konnte (zumindest, was ihre Fixierung auf Richard angeht und warum sie ihm so lange noch nachhängt), fand ich sie aber nicht unsympathisch. Sie scheint nicht auf den Kopf gefallen zu sein und hat Ideen - was Richard angeht, ist sie aber völlig blind.

Das Ende fand ich gut gemacht, im Buch wurde einige Ungereimtheiten aufgeworfen, die sich am Schluss dann lösten, wenn auch für mich hervorsehbar, fand ich es dennoch spannend.


'Ein Dorf zum Verlieben' ist ein solides Unterhaltungsbuch für Zwischendurch.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich von diesem Buch unterhalten gefühlt habe - sicherlich ist es keine Hochliteratur, möchte es aber auch gar nicht sein.
Etwas fürs Herz und etwas zum Lachen - gut gemacht, Frau Böhme!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich danke dir von Herzen für deine Nachricht!
Ich versuche stets deinen Kommentar zu beantworten und einen Gegenbesuch zu starten.
Verzeih, wenn es gelegentlich ein wenig dauert!