Montag, 19. Juni 2017

Montagsfrage 93

Eine wöchentliche Aktion von Buchfresserchen

Gibt es manchmal Bücher, bei denen du zögerst sie zu lesen, obwohl du sie eigentlich unbedingt lesen willst? 

 Ja, die gibt es (und keine Sorge, Svenja - ich habe deine Frage sehr gut verstanden). 
Also - ja, diese Bücher, bei denen man zögert zu lesen, obwohl man es eigentlich kaum erwarten kann, gibt es bei mir durchaus. 
Manchmal liegt das daran, dass ich Angst habe, dass sie viel zu schnell wieder vorbei sind, gerade bei Trilogien oder Reihen passiert mir das. 
Aber manchmal liegt es auch daran, dass ich eine viel zu hohe Erwartung und dann die Sorge habe, dass ich mir die Bücher selber verderbe, weil ich sie eben schon vorher in den Himmel hebe.
Oder manchmal kommt das auch durch Rezensionen, die eher negativ über das Buch berichtet haben und ich dann im Zwiespalt bin, ob es sich im Moment lohnt oder nicht.
Und manchmal zögere ich auch wenn ich in einer komischen Stimmung bin. Ich habe dann die Sorge, dass ich dem Buch nicht die nötige,verdiente Aufmerksamkeit schenken kann.

Und du??

 

Kommentare:

  1. Hey :)
    Bei Reihen und Trilogien, kenne ich das auch sehr gut. Bei den zu hohen Erwartungen greife ich zu und lese drauf los. Wobei ich generell versuche Neutral an Bücher ran zu gehen und mich überraschen lasse von dem was kommt. Und bei negativen Rezensionen werde ich erst Recht neugierig :D.
    Das mit der komischen Stimmung kann ich verstehen. Aber in dem Fall ist es doch vielleicht das beste, wenn man es erst mal liegen lässt oder?

    Liebe Grüße,
    Johanna von Buchworte

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    1. Huhu Johanna,
      eigentlich ein guter Tipp, mit dem einfach drauf loslesen. Man macht es sich ja sonst nur selber madig, die Bücher und das Lesen.

      Naja, es kommt drauf, was die Rezensionen als negativ empfinden - bei manchen werde ich auch neugierig.
      Stimmt.

      Liebe Grüße,
      Linda

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  2. Besonders bei meinen Lieblingsserien zögere ich manchmal, zum neuen Band zu greifen, wenn die vorhergehenden etwas enttäuschend waren. Und das, obwohl ich eigentlich dringend auf den neuesen Band warte. Das scheint tatsächlich vielen so zu gehen und das ist auch wieder beruhigend.

    Deine anderen Gründe kann ich aber auch sehr gut nachvollziehen.

    LG Gabi

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    1. Huhu Gabi,
      ja, das kenne ich auch, kommt aber selten vor. Gerade, wenn ich schon mehrere Bände gelesen habe, kann ich auch mal einen nicht so gelungenen verschmerzen.

      Liebe Grüße,
      Linda

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  3. Die Sorge, dass dicke Wälzer hin und wieder eine Länge beinhalten, ist sicherlich berechtigt. Es gibt kaum ein 1000-Seiten-Buch, bei dem das nicht so ist.

    Viele Grüße
    Der Büchernarr

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    1. Ja, was es nicht einfacher macht, sich an 1000-Seiten-Wälzer hinzuwagen.

      Viele Grüße zurück,
      Linda

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  4. Geht mir bei manchen Büchern so, die ich schon mal gelesen habe und total toll fand -- aber auch sehr emotional. Die würde ich schon gerne noch mal lesen, weil ich aber weiß, dass ich am Ende in Tränen aufgelöst sein werde (egal, wie oft ich sie schon gelesen habe...), wäge ich doch lieber ab, was mir grad wichtiger ist: der Lesegenuss oder mein Seelenfrieden, :-). (Gilt für Grüne Tomaten, die Bücherdiebin und Wer die Nachtigall stört -- alles wirklich, wirklich tolle Bücher...) Das geht mir auch mit Filmen so: The Bride of Madison County, Fried Green Tomatoes, und Das Leben ist schön -- wunderbare Filme, aber ich weiß ganz genau, dass sie hinterher stundenlang heulen werde, also lasse ich es meistens doch lieber...

    Und dann gibt es natürlich auch Bücher, die mich zwar brennend interessieren, bei denen ich aber weiß, dass mich das Thema zu sehr erschüttern würde -- meistens sind das Geschichtsbücher, meistens welche, die sich mit dem Thema Völkermord beschäftigen. Ich hab' zwar Geschichte studiert, aber obwohl ich immer dachte, dass ich das auf einer wissenschaftliche Ebene verarbeitet habe, gehen mir doch mitunter immer noch viele Berichte zu sehr unter die Haut, das kann ich nicht immer gut ertragen. Und dann wäge ich vorher gut ab, was genau mein Erkenntnisinteresse ist.

    Als Beispiel: Mich würde zwar die Geschichte Kambodschas interessieren, und ich hätte schon eine Reihe von Titeln, aber ich habe (außer, dass mir das Land sehr gut gefällt) im Moment keinen engeren Bezug. Und so lasse ich es vorerst lieber.

    Hoffe, das macht Sinn.

    Cheers,
    Corinna

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    1. *The Bridge of Madison County, :-)

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    2. Huhu Corinna,
      ja, das versteh ich und kenne ich auch.
      Allerdings hab ich letztens erst 'Wer die Nachtigall stört...' gelesen und fand es ein wunderbares Buch, welches ich auch nochmals lesen wurde.

      Gerade hab ich ein Buch gelesen, dass mitunter den zweiten Weltkrieg behandelt - 'Das Alphabethaus' von Jussi Adler-Olsen, das war sehr eindrucksvoll geschildert (insbesondere der erste Teil) und obwohl es wirklich gut war, weiß ich jetzt schon, dass ich es nicht noch ein zweites Mal lesen werde. Einfach, weil es so bedrückend ist - auch nach all den Jahren noch.

      Versteh ich sehr gut. Und es macht Sinn, definitiv!

      Liebe Grüße,
      Linda

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