Gilles Legardinier - Monsieur Blake und der Zauber der Liebe
Roman // Goldmann // 2014
410 Seiten // 8,99€ // Taschenbuch
Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?
... So war's ...
Schön war's.
Andrew Blake, alternder Geschäftsmann, der aber irgendwie die Nase voll von Geschäften hat, braucht eine Auszeit. Die nimmt er sich nicht, wie man annehmen würde an einem Ort, an dem er von vorne bis hinten bedient wird, sondern an einem Ort, an dem er bedienen wird.
Er lernt dort die resolute, aber durchaus warmherzige Köchin und Haushälterin Odile kennen, außerdem den Gärtner Phillipe mit seinem Hund Youpla und das Zimmermädchen Manon, die in Schwierigkeiten gerät. Und natürlich die Dame des Hauses, allgemein nur Madame genannt, die selten aus ihren Zimmer kommt, aber jeden Morgen mit Andrew voller Ernst sämtliche Post, die eigentlich fast nur aus Werbung besteht, zu sortieren.
Primär ist das Buch für mich ein richtiges Wohlfühlbuch - es ist ein Liebesroman, die Liebe hat einen großen Stellenwert, aber eben nicht nur, es geht um Freundschaft, das Verzeihen können und das Zulassen können. Es geht um das einander helfen - und das man nicht immer geben muss, um etwas zu bekommen.
Das Buch versprüht gekonnt französischen Flair, gemischt mit englischer Sturheit.
Ich mag insbesondere die Figuren, die unterschiedlich sind und doch all miteinander an das Gute glauben.
Andrew wiederspiegelt den typisch britischen Humor, den
ich so schätze & der erstaunlicherweise überraschend gut mit dem
französischen Humor, hier insbesondere durch Phillipe, harmoniert.
Odile ist ein überraschender Sidekick. Aber auch die anderen Charaktere kommen interessant daher.
Ich mag, wie die Bewohner des Anwesens sich dort miteinander eingerichtet haben und würde direkt einziehen, wenn ich könnte.
Gilles Legardinier hat hier den richtigen Ton getroffen und mich immer wieder lachen und auch in Gedanken versinken lassen.
Vielen Dank dafür.