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Montag, 17. September 2018

Montagsfrage 140

Eine wöchentliche Aktion von lauter&leise

Entschuldigt, dass ich gerade wieder so rar poste und auch nicht zeitnah auf Eure Kommentare antworte. Leben 1.0 hat mich gerade voll im Griff und ich tu mich schwer, außerhalb von Instagram etwas zu posten und ich tu mich auch schwer, zu lesen. Seid nicht böse!
Allerspätestens ab Oktober wird es wieder besser!

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Ja, gibt es:
  • 'Der geheime Garten' von Francis Hodgson Burnett gefällt mir als Verfilmung viel besser. Vielleicht auch, weil das ein Film meiner Kindheit ist. 
  • Die Bücher 'Die Spiderwick-Geheimnisse' von Holly Black fand ich als Film (zusammengefasst) viel besser. Der Film heißt 'Die Geheimnisse der Spiderwicks'. 
  • 'Forrest Gump' von Winston Groom mochte ich sehr, aber den Film finde ich noch einen Tick besser. Sehr liebevoll mit den Details und vor allem - mit Tom Hanks <3
  • Und ganz aktuell: 'Call me by your name' von André Aciman ist als Film so viel besser als das Buch. Da sieht man, dass Schauspielerei ganz große Kunst sein kann. 

Und du so??


Montag, 10. September 2018

Montagsfrage 139

Eine wöchentliche Aktion von lauter & leiser

Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Diejenigen, die schon länger bei mir lesen, wissen, dass ich gar keine Hörbücher konsumiere.
Für mich ist ein Hörbuch eher anstrengend, ich muss mich dazu bedeutend mehr konzentrieren - dies hängt mit meiner Schwerhörigkeit zusammen. 
Beim Lesen hab ich das nicht. 

Und ja - ich empfinde Lesen und Hören als etwas Unterschiedliches & ja, ich bevorzuge eindeutig das Lesen. Was aber nicht heißt, dass ich Hörbücher bzw. das Vorlesen als etwas negatives empfinde - im Gegenteil. Ich lese zum Beispiel wahnsinnig gern vor. 
Und die Geschichten, die meine Eltern mir früher ins Ohr erzählt haben, die hab ich geliebt. Was ich jedoch am 'Vorlesen/ Geschichten erzählen' gegenüber dem sturen 'Hörbuch hören' bevorzuge, ist die Möglichkeit, das zwischen Vorleser und Hörendem interagiert werden kann. 

Ob es mit dem klassischen Lesen gleichzusetzen ist? Ich glaube, dass liegt im Auge des Betrachters.

Und du so?


Samstag, 8. September 2018

Rezension: 'Im Visier des Mörders' von Sharon Bolton

Sharon Bolton - Im Visier des Mörders
Thriller // Goldmann // 2018
478 Seiten // 10,00€ // Klappbroschur
* Werbung // Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Goldmann zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!







Eigentlich müsste sie tot sein, wie die elf anderen. 
Doch sie hat überlebt und sie kann niemandem mehr trauen.
Friedliche Morgenstimmung liegt über der Moorlandschaft des Northumberland National Park.Zwölf Menschen genießen die prachtvolle Aussicht, die ihnen der Ausflug mit einem Heißluftballon bietet - und müssen plötzlich am Boden einen Mord mitansehen. Wenige Stunden später sind elf der Ballonfahrer tot. Nur eine Frau hat den Absturz offensichtlich überlebt. Sie wird von der Polizei gesucht. Doch noch jemand hat großes Interesse daran, sie zu finden. Denn sie hat das Gesicht des Mörders gesehen...









... So war's ...

Zum Geburtstag schenkt Jessica ihrer Schwester eine Ballonfahrt. Isabell lebt als Nonne in einem Kloster.
Doch statt einen schönen Geburtstag zu erleben, geht es für die zwei Schwestern richtig schief. Der Ballon stürzt letztendlich ab und Jessica ist plötzlich allein, ganz allein auf sich gestellt. Sie kann der Polizei nicht trauen und flieht daher auf eigene Faust.
Und sie muss sich beeilen, denn der Mörder, dessen Gesicht sie gesehen hat, ist ihr immer dicht auf den Fersen. 

Gleich auf den ersten 10 Seiten wird die Geschichte in die Vollen gefahren. 
Bolton versucht schnell Spannung aufzubauen und das gelingt es ihr auch, dennoch rückt sie zu lange mit der Sprache nicht raus, was für mich persönlich die Stimmung nimmt.

Halten konnte Bolton die Spannung leider trotz Verfolgungsjagd nicht.  Insbesondere der Mittelteil empfand ich als langatmig. Erst zu Ende hin nimmt das Ganze wieder Fahrt auf.
Es gibt viele Wendungen, was ich selten für etwas Schlechtes halte, die, die aber hier passieren, fand ich als zu gewollt, als das sie gelungen waren.

Die Protagonistin war mir leid unsympathisch. Ich verstand auch lange Zeit ihre Handlungen und ihre Haltung nicht. Es fiel mir schwer nachzuvollziehen, warum Jessica, selbst Polizistin, nicht zur Polizei will und deswegen lieber Hals über Kopf flieht.
Nach und nach wird die Geschichte zwar entblättert, aber dies ist mir etwas zu zögerlich und auch, da es sich zieht, wird mit der Zeit etwas verwirrend.  

Das Buch war zwar irgendwie spannend, so richtig mitgerissen hat mich die Story aber nicht.
Sharon Bolton ist eine gute Autorin und ich habe schon wirklich viele Bücher von ihr gelesen, das hier ist leider eines ihrer weniger gelungeneren Bücher.
Schade. 

Montag, 3. September 2018

Montagsfrage 138


Die Montagsfrage ist zurück und wird von nun an von lauter & leiser gehostet.
Statt der üblichen einen Frage gibts zum Start direkt mal mehrere.

 

Buch-Blogger Vorstellungsrunde

 

Was ist das letzte Buch, das du gelesen hast, 
was liest du momentan 
und welches Buch steht dieses Jahr auf jeden Fall noch auf deiner Leseliste? Wieso?

Das letzte Buch, welches ich gelesen habe, war 'Im Visier des Mörders' von Sharon Bolton.
Momentan lese ich 'Lilienblut' von Elisabeth Herrmann.
Ich habe keine Leseliste und entscheide meist recht instinktiv, was ich lese. Ein Must-Read hab ich im Moment eigentlich nicht im Blick. Auch wenn ich gerne alle Bücher auf meinem SuB baldmöglichst gelesen haben möchte...

 

Und du so?

Montag, 20. August 2018

Kurzrezension: 'Totenlied' von Tess Gerritsen

Tess Gerritsen - Totenlied
Thriller // blanvalet // 2016
314 Seiten // 9,99 € // Taschenbuch


 

Wenn das Totenlied erklingt,
gibt es kein Entkommen....

Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit. Es enthält eine handgeschriebene, bislang unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus; es scheint das Wesen von Julias dreijähriger Tochter zu verändern. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen...




... So war's ...

Julia Ansdell ist aus beruflichen Gründen in Italien und beschließt, nicht nur ihrem Mann und ihrer Tochter ein Souvenir mitzubringen, sondern auch sich selbst zu beschenken.
Sie entdeckt in einem kleinen Abtiquitäten eine Mappe mit Zigeuner-Melodien. Aus diesem flattert eine Partitur eines Walzers, welche handschriftlich verfasst wurde.
Julia nimmt sich dieses Andenken mit.
Doch als sie zuhause das erste Mal diese Noten spielt, passiert etwas schreckliches. Und als sie das Lied nochmals spielt passiert erneut schreckliches - und jedes Mal ist die kleine Tochter von Julia die Täterin.
Julia kann nicht glauben, dass ihre Tochter so bösartig sein, bekommt aber dennoch Angst vor ihr. Und vor dieser bösartigen Melodie.

Tess Gerritsen war mir primär nur durch die TV-Serie Rizzoli & Isles bekannt und ich wusste nicht, ob sie mir so zusagt - der Klappentext des Buches fand ich allerdings superspannend.
Superspannend ist auch das Buch.
Parallel zur Geschichte von Julia wird auch in die Geschichte von Lorenzo eingegangen, der zur Zeiten des Nazi-Regimes in Italien lebt und leidenschaftlicher Geiger ist.
Jedoch ist er auch Jude. Nun kann man sich vorstellen, was, da die Nazis auch in Italien wüteten, mit Lorenzo passiert.

Gerritsen baut hier durch zunächst zwei Handlungssträngen eine Geschichte auf, die nicht das ist, was sie scheint. Sie ist zunächst sehr mystisch und das gefällt mir sehr, auch das völlig unerwartete Ende find ich gelungen. Gerritsen kann die Spannung bis zum Schluss halten.

Sehr gelungenes Buch und sehr zu empfehlen!

Montag, 13. August 2018

Reader Problems Book Tag


Reader Problems Book Tag

Original von About to Read


1. You have 20,000 books in your TBR, how in the world do you decide what to read next?
20.000 Bücher? Oh man - das wäre ja wundervoll. Irgendwie - aber irgendwie auch ein bisschen zuviel. Aber wie immer, würde ich mich von meiner Stimmung leiten lassen. Hab ja dann jetzt genug Auswahl.
Kriegt man dazu auch irgendwie zusätzlich Lesezeit?

2. You’re halfway through a book and you’re just not loving it. Do you put it down or are you committed?
Ja, ich würde es vermutlich weglegen. Während ich früher auch die 'nicht so guten' Bücher fertig gelesen habe, ist mir jetzt meine (knapp bemessene) Zeit manchmal zu schade dafür. Dann lese ich lieber etwas, dass mir gut gefällt - schließlich hab ich ja jetzt einen sehr großen SuB!

3. The end of the year is coming and you’re behind on your reading challenge, do you try to catch up? And if so, how?
Hmmm - nein, ich glaube, ich würde mich nicht stressen lassen. Schließlich ist das kein Wettbewerb, sondern nur eine Richtlinie.

4. The covers of a series you love do not match, how do you cope?
I don't care - mir ist sowas relativ egal. In meinen Regalen siehts eh aus wie Kraut und Rüben.

5. Everyone and their mother loves a book that you do not. Who do you bond with over your shared feelings?
Hmmm - eigentlich spreche ich nicht so oft über Bücher - in der Regel eigentlich nur mit meiner Mama und meiner Besten, aber wir sind alle nicht auf Hypes aus und wir lesen auch nicht immer das gleiche Genre.

6. You’re reading a book in public and you’re about to start crying. How do you deal?
Ich lese gar nicht so häufig in der Öffentlichkeit. Meist gehe ich gezielt wohin und nehme daher keine Bücher mit. Und während Bahn- & Busfahrten kann ich leider auch nicht lesen, wobei ich meist mein eigenes Auto nutze. Und wenn es passieren würde, dass ich in der Öffentlichkeit heule wegen einem guten Buch - es würde wahrscheinlich eh keiner wahrnehmen.

7. The sequel to a book you loved just came out but you’ve forgotten a lot of what happens. Are you going to reread it?
Ja - ich liebe Rereads, vor allem von Büchern, die ich sehr gern gelesen habe.

8. You do not want anyone to borrow your books, how do you politely say no when someone asks?
Entweder ' Sorry - hab ich schon jemandem anderen ausgeliehen', wenn derjenige nicht sehen kann, ob es tatsächlich in meinem Regal steht oder wenn er es sieht, sage ich ' Oh - dass wollte ich morgen meiner Arbeitskollegin mitbringen'. Wobei ich eigentlich nicht so engstirnig bin - ich verleihe schon mal ein Buch (außer Bildbänden und so).

9. You have picked up and put down 5 books in the last month. How do you get over this reading slump?
Dann gibt es eben mal eine Zeit, in der nicht so gelesen wird. Ich wende mich dann meist intensiver Blogs und Zeitschriften und auch dem TV zu. Ich lese also nicht nichts, sondern vermehrt kurze Sachen und weniger komplex - das hilft hin und wieder.

10. There are so many books coming out that you are dying to read, how many do you end up buying?
Kommt drauf an - sind es Bücher, die ich sehnsüchtigst erwarte, dann kaufe ich sie auch neu. Sonst warte ich, bis sie günstiger zu haben sind und schlage dann zu. 

11. After you purchase all of these books that you’re dying to read how long do they sit on your shelves before you get to them?
Sehnsüchtigst erwartete Bücher werden fast immer gleich gelesen - bei Büchern, bei denen ich warten konnte, kann ich dann meist auch noch ein bisschen länger warten. Und dann ist da ja wieder die Sache mit der Stimmung und so...

Und du so??

Sonntag, 12. August 2018

Kurzrezension: 'Monsieur Blake und der Zauber der Liebe' von Gilles Legardinier

Gilles Legardinier - Monsieur Blake und der Zauber der Liebe
Roman // Goldmann // 2014
410 Seiten // 8,99€ // Taschenbuch




Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?






... So war's ...

Schön war's.

Andrew Blake, alternder Geschäftsmann, der aber irgendwie die Nase voll von Geschäften hat, braucht eine Auszeit. Die nimmt er sich nicht, wie man annehmen würde an einem Ort, an dem er von vorne bis hinten bedient wird, sondern an einem Ort, an dem er bedienen wird.
Er lernt dort die resolute, aber durchaus warmherzige Köchin und Haushälterin Odile kennen, außerdem den Gärtner Phillipe mit seinem Hund Youpla und das Zimmermädchen Manon, die in Schwierigkeiten gerät. Und natürlich die Dame des Hauses, allgemein nur Madame genannt, die selten aus ihren Zimmer kommt, aber jeden Morgen mit Andrew voller Ernst sämtliche Post, die eigentlich fast nur aus Werbung besteht, zu sortieren.


Primär ist das Buch für mich ein richtiges Wohlfühlbuch - es ist ein Liebesroman, die Liebe hat einen großen Stellenwert, aber eben nicht nur, es geht um Freundschaft, das Verzeihen können und das Zulassen können. Es geht um das einander helfen - und das man nicht immer geben muss, um etwas zu bekommen.
Das Buch versprüht gekonnt französischen Flair, gemischt mit englischer Sturheit.
Ich mag insbesondere die Figuren, die unterschiedlich sind und doch all miteinander an das Gute glauben.
Andrew wiederspiegelt den typisch britischen Humor, den ich so schätze & der erstaunlicherweise überraschend gut mit dem französischen Humor, hier insbesondere durch Phillipe, harmoniert.
Odile ist ein überraschender Sidekick. Aber auch die anderen Charaktere kommen interessant daher.
Ich mag, wie die Bewohner des Anwesens sich dort miteinander eingerichtet haben und würde direkt einziehen, wenn ich könnte.
Gilles Legardinier hat hier den richtigen Ton getroffen und mich immer wieder lachen und auch in Gedanken versinken lassen.
Vielen Dank dafür.

Mittwoch, 8. August 2018

Gelesen im J u l i !

Hallo lieber Leser,

und ich habe noch den Juli-Rückblick im Gepäck.
Der Juli war wirklich schön: ich habe die Zeit mit meinen Eltern genossen, ehe sie wieder für zwei Monate weg sind, ich hatte ein paar Tage Urlaub, bin ein Jahr älter geworden (29 - wo ist die Zeit hin?) und ich habe überraschend viel gelesen - und dann auch noch sehr viele Highlights!

Im Juli habe ich gelesen:
Andreas Föhr - Totensonntag
Fran Cooper - Die Leute von Nr. 37
Christine Zureich - Garten, Baby!
Darien Gee - Sternenstaub und Sonnenküsse
Dan Brown - Inferno
Ina May - Mord auf Frauenchiemsee
Dan Brown - Origin
Linda Castillo - Ewige Schuld
Annette Wieners - Kaninchenherz
Nicole Maalouf - Das neue SoLebIch-Buch
Nele Neuhaus - Im Wald
Volker Klüpfel & Michael Kobr - Kluftinger
Marina Boos - Das Glück der handgemachten Dinge



Was ich noch dazu sagen möchte:
  • Zu den Rezensionen kommst du, wenn du auf die jeweiligen Links klickst. 
  • Nun hab ich alle Wallner & Kreuthner-Bücher gelesen, 'Totensonntag' war mein letztes ungelesenes Buch von Andreas Föhr - nicht in der richtigen Reihenfolge, was aber nicht schlimm war. Aaaaber - jetzt muss ich warten. 
  • Warten muss ich außerdem auf einen Robert Langdon-Thriller, einen neuen Klufti-Roman und einen Kate-Burkholder-Thriller... ich hasse warten.
  • Enttäuscht hat mich ein bisschen 'Mord auf Frauenchiemsee' von Ina May - dieses Buch kam ganz anders rüber, als das andere Buch, welches ich bereits Anfang Jahr las und für gut befunden hatte; die Hauptprotagonistin war mir irgendwie unsympathisch und ihre Gedanken sprunghaft. Bin direkt froh, dass ich nicht mehr Bücher bestellt habe. 
  • Ich hab mal wieder ein Wohnbuch durchgestöbert - nämlich 'Das neue SoLebIch-Buch' von Nicole Maalouf. Es hat mir besser gefallen wie das erste Buch, so viel neues hab ich aber nicht gesehen - einige Wohnungen / Bilder kenne ich bereits aus dem Netz. 
  •  Einen Kreativ-Roman, 'Das Glück der handgemachten Dinge' von Marina Boos hab ich auch gelesen. Der Anfang war etwas mühselig, dann aber plötzlich fand ich das Buch super und war nur etwas über das abrupte Ende erschrocken. Das war blöd. Aber es gibt wohl einen zweiten Band.
  • Darien Gee hat mit 'Sternenstaub und Sonnenküsse' wieder einen absoluten Herzensroman vorgelegt, viele Leser bemängelten, das Buch sei nicht so gut, wie ihr Debüt-Roman, tatsächlich find ich aber diesen gar nicht so übel, sondern sogar richtig toll. Nur der Titel ist... urrghs. 
  • Ein bisschen matt in Angesicht der bis dato schon sehr überragenden Bücher waren dann tatsächlich 'Kaninchenherz' von Annette Wieners und auch 'Die Leute von Nr. 37' von Fran Cooper, obwohl die Bücher an und für sich nicht schlecht sind und inbesondere letzteres mehr Leser verdient hat. 
  • Nachdem ich vom letzten Buch von Nele Neuhaus doch recht enttäuscht war, konnte mich 'Im Wald' aber wieder sehr fesseln und mir einige unterhaltsame Stunden geschenkt.

Highlights waren:
Andreas Föhr - Totensonntag
Fran Cooper - Die Leute von Nr. 37
Darien Gee - Sternenstaub und Sonnenküsse
Dan Brown - Inferno
Dan Brown - Origin
Linda Castillo - Ewige Schuld
Nele Neuhaus - Im Wald
Volker Klüpfel & Michael Kobr - Kluftinger

Wie war dein Juli?

Dienstag, 7. August 2018

Kurzrezension: 'Origin' von Dan Brown

Dan Brown - Origin
Thriller // Bastei Lübbe // 2017
670 Seiten // 28,00€ // Hardcover


Die Wege zur Erlösung sind zahlreich. 
Verzeihen ist nicht der Einzige. 

Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner 'bahnbrechenden Entdeckung', das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.

Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekannt,achung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Band 5 der Robert-Langdon-Reihe


... So war's ...

Robert Langdon ist erneut unterwegs, diesmal im schönen Spanien. Er wurde von seinem ehemaligen Studenten, Edmond Kirsch, seines Zeichens Genie auf seinem Gebiet Zukunftsforschung, zu einer Präsentation, die die gesamte Menschheit und vor allem aber die Gläubigen auf den Kopf stellen soll, eingeladen.  Die Präsentation läuft anders wie vermutet und Robert Langdon ist mal wieder auf der Jagd und selbst auch Gejagter.
Diesmal wird er von der zukünftigen Königin Spaniens begleitet.

Hier hat mich die Geschichte um die Enthüllung des Kirschs itself enttäuscht - allerdings fand ich das Drumherum, der Ablauf der Präsentation, der Wille von Langdon Kirschs Präsentation zu veröffentlichen und auch die Verfolgungsjagd wieder sehr gelungen.  Bei Laune gehalten hat mich insbesondere Winston, über den ich aber noch nicht allzuviel verraten will.

Die Geschichte ist sehr spannend & flüssig geschrieben und hat mich auch sehr zum Weiterlesen angetrieben, über das Hauptthema, dass aber dann glücklicherweise doch nicht zu sehr breitgetreten wurde, nämlich, wie Kirsch die Religion vernichten und insbesondere die Gläubigen aufmischen will, war ich hingegen sehr enttäuscht und auch die Antwort, die Brown serviert hat, war irgendwie... lasch.
Auf die andere Art, wie will ein Dan Brown aufklären, woran sich schon seit Jahrhunderten die Geister den Kopf zerbrechen? Das schafft auch Brown nicht und damit kann ich letztendlich leben.


Unabhängig davon finde ich das Buch sehr gelungen und kann es nur empfehlen.

Montag, 6. August 2018

Kurzrezension: 'Inferno' von Dan Brown

Dan Brown - Inferno
Thriller //Bastei Lübbe // 2013
685 Seiten // 26,00€ // Hardcover



Mein Geschenk ist die Zukunft. 
Mein Geschenk ist die Erlösung. 
Mein Geschenk ist ... Inferno


Dante Alighieris 'Inferno', Teil seiner 'göttlichen Komödie', gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Leser noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle 'Inferno' zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk.

Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird im klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prohpezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

Band 4 der Robert-Langdon-Reihe

... So war's ...

Robert Langdon ist in Florenz gelandet. Wie & warum, weiß er selbst nicht mehr so genau, aber es war auf jeden Fall gefährlich, schließlich liegt er im Krankenhaus. Gefährlich geht es auch weiter, denn im Krankenhaus kann er nicht bleiben und wird von der Ärztin Sienna gerettet. Doch warum ist jemand hinter ihm her und warum spielt Dantes 'Inferno' darin so eine große Rolle?

Dan Brown hat mich mit 'Inferno' mal wieder total in seinen Bann gezogen. Wenn die Geschichte in etwa gleich moderiert ist wie die vorherigen Bücher, fand ich es trotzdem total spannend und mochte auch insbesondere diese Schnitzeljagd durch Italien.
Dante Alighieris 'Die göttliche Komödie' hab ich nie gelesen und wusste auch nicht so wirklich, worum es ging. Das ist aber absolut kein Hindernis, sondern es wird ausreichend zur Sprache gebracht beziehungsweise erklärt.

Interessant fand ich die Ausgangsposition, in der Langdon diesmal startet, die hatten wir so bei Dan Brown noch nicht und machte die ganze Sache auch gleich nochmal ein bisschen spannender. Das Ende fand ich sehr überraschend, hätte mir da aber gerne noch eine etwas genauere Erlärung erbeten. Es war mir etwas zu abrupt.

Ein rasanter Thriller, der einen durch Italien, insbesondere Florenz und Venedig jagt und einfach nur Spaß macht!

Freitag, 3. August 2018

Kurzrezension: 'Ewige Schuld' von Linda Castillo

Linda Castillo - Ewige Schuld
Thriller // Fischer // 2018
365 Seiten // 10,99€ // Taschenbuch



"Sie sagen, ich sei vom rechten Weg abgekommen.
Sie glauben, dass jetzt nur noch Gott mir helfen kann."

Seit zwei Jahren sitzt Joseph King wegen des Mordes an seiner Frau Naomi hinter Gittern. Er gilt als ein 'gefallener' Amischer, einer der ständig mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Doch diese Tat hat er immer vehement bestritten. Jetzt ist er ausgebrochen, hat seine fünf Kinder als Geiseln genommen. Als Kate Burkholder die Kinder auf eigene Faust befreien will, wird sie von King überwältigt. Seine Forderung lautet: Du kannst gehen, aber finde den Mörder meiner Frau!

Band 9 der Kate-Burkholder-Reihe




... So war's ... 

Joseph King ist ein Kindheits-Freund von Kate Burkholder, der Polizeichefin von Painters Mill. Ehemals amisch findet sie oft eher den Zugang zu den Amischen, als die restliche Polizei. Doch diesmal benötigt sie eher den Zugang zur den anderen Polizeibehörden, der ihr aber, aufgrund Vorurteilen, verwehrt bleibt. Schließlich wird sie vom Fall abgezogen.
Kate versucht, die Forderung von King allein zu erfüllen, denn der Rest zeigt kein Interesse, und macht sich auf einen gefährlichen Weg.

Schon im Vorfeld war ich vom Klappentext nicht so sehr überzeugt, denn noch ein gefallener Amischer (Kate ist ja gewissermaßen auch eine)... war das nicht zu viel?
Tatsächlich fand ich die Geschichte zwar recht flüssig und gewissermaßen auch spannend geschrieben, zumindest konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, allerdings fehlte für mich ein bisschen das Herzblut, dass man sonst in den anderen Geschichten von Castillo entdecken kann. Auch das Ende kam mir etwas zu abrupt.
Auf die andere Art, beim mittlerweile 9. Band einer Reihe, darf es ja auch mal etwas schwächeln - letztendlich sind es Kleinigkeiten, die mich stören, und sie sind verzeihbar.

Kate-Burkholder-Anfänger empfehle ich in jedem Fall den Start mit Band 1 - zuviele nützliche Informationen fehlen sonst. 

Donnerstag, 2. August 2018

Kurzrezension: 'Kluftinger' von Volker Klüpfel & Michael Kobr

Volker Klüpfel & Michael Kobr - Kluftinger
Kriminalroman // Ullstein // 2018
477 Seiten // 22,00€ // Hardcover




Endlich Opa! Kommissar Kluftingers Freude über sein erstes Enkelkind wird schnell getrübt: Auf dem Friedhof entdeckt er eine Menschentraube, die ein frisch aufgehäuftes Grab umringt, darauf ein Holzkreuz - mit seinem Namen. Nach außen hin bleibt Kluftinger gelassen. Als jedoch eine Todesanzeige für ihn in der Zeitung auftaucht, sind nicht mehr nur die Kollegen alarmiert - sein ganzes Umfeld steht Kopf. Um dem Täter zuvorzukommen, muss der Kommissar tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen. Doch die Zeit ist knapp, denn alles deutet darauf hin, dass Kluftingers angekündigter Tod unmittelbar bevorsteht.

Band 10 der Kluftinger-Reihe




... So war's ...


 Dies also der nunmehr 10.Band der Reihe um den ehrenwerten Herrn Kluftinger, seines Zeichens Kommissar aus dem schönen Allgäu. Als Jubiläumsband deklariert geht es diesmal richtig zur Sache.
Jemand hat es auf den unfreiwillig komischen Kommissar abgesehen, ein Kreuz, eine Todesanzeige und schließlich auch noch Sterbebildchen, alle mit Kluftis Namen, tauchen auf und versetzen den Kommissar in Unruhe. Schließlich will doch der frischgebackene Opa sein Butzele aufwachsen sehen!
Auf der Suche nach demjenigen, der Klufti an den Kragen will, versinkt er immer wieder in Episoden aus der Vergangenheit und tatsächlich kommt er dem Täter schließlich näher... 

Kluftinger muss nun also mal ein paar Federn lassen und endlich (immerhin über 15 Jahre hinweg verschwiegen!) werden einige seiner größten Geheimnisse aufgedeckt - nur aber um gleich neue Geheimnisse zu schaffen. Die Fans werden also durchaus bei Laune gehalten.


Gewohnt humorig mit einem größtenteils sinnstiftenden Fall machte dieser Band wieder richtig Spaß und war in kürzester Zeit ausgelesen.
Sehr hevorzuheben ist meiner Meinung nach auch, der diesmal etwas nachdenkliche, ja, vielleicht sogar ein bisschen melancholische Aspekt, der zwar eine gewisse Ernsthaftigkeit in den Roman bringt, aber dem Buch durchaus gut tut. Vielleicht hab ich nicht ganz so sehr gelacht wie beim letzten Buch, gut unterhalten gefühlt hab ich mich trotzdem.
Das Buch hatte ich rasch ausgelesen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band!



Dienstag, 31. Juli 2018

Gelesen im J u n i ! + Halbjahresfazit

Huhu lieber Leser!

Das Jahr ist schon wieder halb rum (ja, wir haben schon Juli... okay, bald August) und es steht noch mein Juni-Rückblick, sowie das Halbjahresfazit aus. Um die Reihe vollständig zu machen, schieb ich das noch schnell vor den Juli-Rückblick ;)

Im Juni habe ich gelesen:
Ule Hansen - Blutbuche
Andreas Föhr - Schwarze Piste
Cristina Di Canio - Die Buchhandlung der Träume
Bettina Plecher - Isarlauf
Elisabeth Herrmann - Das Dorf der Mörder
Elly Griffiths - Rabenkönig
Camilla Läckberg - Die Eisprinzessin schläft
Joachim Rangnick - Der Ahnhof



Was ich noch dazu sagen möchte:
  •  'Blutbuche' von Ule Hansen war ein solider Krimi - hier gibts die Rezension
  • Von 'Die Buchhandlung der Träume' von Cristina Di Canio hingegen war ich enttäuscht - dazu meine Rezension
  • Andreas Föhr hat mich mit 'Schwarze Piste' gewohnt gut unterhalten und ich freue mich, wenn ein neuer Band erscheint. 
  • Desweiteren durfte ich ein paar unterhaltsame Krimis lesen und muss sagen, dass ich von keinem enttäuscht war - lediglich bei 'Isarlauf' von Bettina Plecher und bei 'Die Esprinzessin schläft' von Camilla Läckberg musste ich ein paar verschmerzlich Abstriche machen.

Highlights waren:
Ule Hansen - Blutbuche
Elisabeth Herrmann - Das Dorf der Mörder
Elly Griffiths - Rabenkönig

So war das 1. Halbjahr von 2018:

Ich habe insgesamt 54 Bücher gelesen
Das sind 18.409 gelesene Seiten 
Ganze 2 Bücher hab ich abgebrochen
Insgesamt sind 48 neue Bücher bei mir eingezogen
Davon hab ich 38 Bücher selbst gekauft
Und 2 Bücher davon wurden mir geschenkt
Und 8 Bücher davon hab ich als Reziexemplar erhalten
Ingesamt hab ich von Januar bis Juni 223,19 € für Bücher ausgegeben

Und du so?

Donnerstag, 12. Juli 2018

Rezension: 'Beim Morden bitte langsam vorgehen' von Sara Paborn

Sara Paborn - Beim Morden bitte langsam vorgehen
Roman // DVA // 2018
265 Seiten // 18,oo€ // Hardcover
* Werbung // Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von DVA zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür.



"Die Ehe ist ein Krieg. Ist es da nicht logisch, dass sie auch so endet wie alle Kriege? Einer stirbt!"

Die Leute leben einfach zu lange. Und die wenigsten haben das verdient. Horst jedenfalls nicht. Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien hat Irene endgültig genug von ihrem Mann. Als sie eines Tages in einer alten Schachtel Vorhang-Bleibänder findet, kommt ihr die beste Idee ihres Lebens ...










... So war's ...


Als 'Schwarzhumorig & intelligent ' wurde das Buch auf dem Klappentext beschrieben und das kann ich so absolut unterschreiben.
Geschrieben wird das Buch aus Sicht der Irene, die seit Jahren ihren Mann Horst und vor allem seine Sticheleien ertragen muss, nicht nur, dass er ihr nicht genug Platz zur Entfaltung lässt, nein, er merkt einfach nicht, dass er nur an sich denkt. Irene hingegen denkt gar nicht an sich, sondern an die Kinder und den Haushalt.

Irene findet schließlich im Keller, wohin sie von Horst mitsamt ihren geliebten Büchern verbannt wird, weil Horst im Dachgeschoss, wo die Bücher zuvor untergebracht waren, sich einen super modernen Musikraum einrichtet, eine Schachtel mit Bleibändern - ihr kommt dabei eine Idee. Und endlich mal ist Irene eine Frau, die keine halben Sachen macht.

Es wird die Geschichte einer Ehe erzählt, die sich in diesem Falle im Laufe der Jahre als eine Art Trugbild herausstellt. Der schöne Schein verfliegt recht bald und die rosarote Brille, die schon so manche in eine voreilig geschlossene Ehe getrieben hat, ist schon recht bald nicht mehr rosarot, sondern zeigt unnachgiebig jeden Fehlere und Unebenheit des anderen.
Und schließlich wird auch die Geschichte einer Frau erzählt, die sich für all die verschenkten Jahre rächt. Die Geschichte ist auf ihre Art bitterbös und ich gestehe es - ich fühlte mich manches Mal an die Ehe meiner Eltern erinnert. Mein Vater, im Alter so ichbezogen geworden, und meine Mutter, die das (noch?) so hinnimmt.
Irene ist ein Typ Charakter, den ich einerseits sympathisch finde und aber doch nicht recht greifen kann. Und auch Horst ist so ein Typ Mann, den ich nicht haben wollen würde und von dem ich mich gewiss nicht so behandeln lassen würde, den ich jetzt aber auch nicht absolut unleid bin.
Und ich glaube, das macht auch ein bisschen den Charme des Buches aus - niemand ist perfekt und niemand ist grundsätzlich schlecht in diesem Buch.
Denn wenn auch die beiden Charaktere zunächst unterschiedlich sind, unterscheiden sie sich in ihrem Bestreben eigentlich nicht.
 
Sara Paborn hat hier die richtige Sprache und die richtige Länge getroffen - ihr Stil lässt sich flüssig lesen und passt sehr gut zum Geschehen. Sie dosiert den schwarzen Humor im richtigen Maße. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe dieses Buch auch gleich mal meiner Mama ausgeliehen. Ich weiß ja jetzt, worauf ich die nächsten Wochen beim Papa achten muss, damit ich noch rechtzeitig vor dessen Ableben eingreifen kann (ja, das war ein Witz!).
Mit 'Beim Morden bitte langsam vorgehen' ist Sara Paborn ein Highlight gelungen. 
 

Freitag, 22. Juni 2018

Rezension: 'Blutbuche' von Ule Hansen

Ule Hansen - Blutbuche
Thriller // Heyne< // Mai 2018
479 Seiten // 17,00€ // Taschenbuch
* Werbung // Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Heyne< zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!



"Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in den drei Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Sie sind auf Deutsch verfasst, und der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die ein Gutachten erstellen soll. Wird hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten, oder sind diese Briefe nur ein übler Scherz?
Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird Emma nicht nur mit den abgekarteten Spielchen ihrer Vorgesetzten sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.

Dann wird eine Leiche gefunden...




... So war's ...

Emma Carow ist bei der Operativen Fallanalyse angestellt und tituliert sich Fallanalystin - was heißt, dass sie für Gutachten und Analysen zuständig ist, aber selbst nicht vor Ort (Tatorten wohlgemerkt) tätig wird.
Ihr wird nun die Aufgabe übertragen, die drei eingetroffenen Briefe zu analysieren. In den Briefen stehen Dinge wie 'du kleiner Wixer Kackratte' oder 'Bittebitte helft mir - er hat mir den Kessel gezeigt.' oder Wauwau igittigitt wauwau', diese Briefe wurden vom Täter aufgegeben und es gilt nun herauszufinden, ob diese Briefe echt sind oder nur ein böser Scherz.
Eigentlich sollte Emma dazu 'nur' ein Gutachten erstellen, beginnt aber schließlich selbst zu ermitteln und sich einzumischen. Schließlich taucht die erste Leiche auf.
Emma hat nebenbei noch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen. Sie wurde vor 10 Jahren vergewaltigt und gleich zu Beginn des Buches stellt sie sich ihrem Vergewaltiger in einer TV-Show und stellt ihn bloss. Ob das eine gute Idee war?
Unterstützung bekommt sie von ihren Kollegen, insbesondere von Felix.

Emma Carow ist eher so der Typ 'Kaputter Ermittler', normalerweise werde ich mit denen ja nicht so warm, weil mich das selbstzerstörerische und mir zum Teil unmenschlich erscheinende daran einfach nervt. Emma mochte ich trotzdem irgendwie.
Trotz das sie gewissermaßen sehr selbstzerstörerisch handelte, wirkte sie dabei menschlich.
Die anderen Charaktere kratzen zwar nur an der Oberfläche, aber tief genug, um dabei nicht durcheinander zu kommen & genug von ihrer Art zu zeigen.

Der Fall an und für sich war spannend, wirkte aber manchmals etwas konstruiert und zusammen geschustert. Manchmal hatte ich das Gefühl, es wurde versucht, diese Unebenheiten mit Grausamkeit wieder wett zu machen. Das hat für mich nicht so gut funktioniert. Nur weil etwas besonders brutal ist, heißt das nicht, dass es deswegen besser ist.

Aber - das Buch ist definitiv spannend, anfangs war ich etwas skeptisch - eben weil Emma so kaputt daher kam und das Buch gleich mit etwas sehr Persönlichem von ihr losging. Da hatte ich kurz Angst, dass es mehr um das Innenleben unserer Emma geht, als um den Fall - es geht zwar auch öfters um Emma, aber weniger als gedacht.
Doch man kommt in einen Erzählsog und man will wirklich wissen, wie es weiter geht und wer der Täter ist - wobei ich hier ehrlich gesagt, schon recht früh auf den Trichter kam, wer es sein könnte.
Auch die äußeren Umständen fand ich interessant und emfpinde sie auch, als nicht Betroffener, nachvollziehbar niedergeschrieben. 

Ule Hansen ist ein Autorenduo, was ich während dem Lesen nicht wusste, aber doch manchmal merkte. Hin und wieder handelte Emma etwas widersprüchlich oder gab sich im nächsten Kapitel plötzlich etwas anders - dies tritt aber kaum ins Gewicht und störte mich nicht sonderlich.

Bei 'Blutbuche' handelt es sich um Band 2 der Reihe um Emma Carow.
Vielleicht sollte man auch zuerst Band 1 lesen, manches Mal wird auf den vorherigen Band zurückgegriffen ohne genauer zu erklären, so dass ich nicht alles lückenlos verstanden habe.
Für den Fall an und für sich ist das aber nicht notwendig.

Kurzum: 'Blutbuche' ist ein sehr spannender Krimi - zwar mit leichten Schwächen, dennoch schafft er es mich auf Linie zu halten und hat mich trotz seiner Brutalität sehr unterhalten. Ule Hansen werde ich definitiv im Blick behalten.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Rezension: 'Die Buchhandlung der Träume' von Cristina di Canio

Cristina di Canio - Die Buchhandlung der Träume
Roman // Goldmann // Mai 2018
208 Seiten // 15,00 € // Klappbroschur
* Werbung // Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Goldmann zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!



Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken.
Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung abschließt.
Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt...






... So war's ...


Nina ist Buchhändlerin mit Leib und Seele. Sie besitzt eine Buchhandlung, in der die Wände lila sind, die Menschen ein und ausgehen und die sich schließlich mit der Aktion 'Il libro sospeso' rühmen kann.
'Il libro sospeso' ist bei den Neapolitanern, die das mit Kaffee machen, abgeschaut und ist eigentlich ne klasse Sache: Man geht in Ninas Buchhandlung, kauft ein Buch (ich meinte, irgendwo gelesen zu haben, dass dieses Buch einem selbst etwas bedeuten sollte) und lässt es durch Nina an jemanden weiterverschenken - den nächsten Kunden. Man sollte zuvor noch eine Widmung reinschreiben - mit Namen oder auch anonym, ganz wie man mag.

Erzählt wird die Geschichte um Nina und ihre Buchhandlung von der alten Dame Adele. Adele erzählt gerne, was gerade passiert, und, vor allem ausschweifend, auch von ihrem eigenen vergangenem Leben.

Mir fiel das Buch ja primär durch das wunderschöne Cover auf und auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Die Idee, ein Buch einfach so an jemandem weiterzuverschenken, ohne ihn zu kennen, beflügelte direkt meine Phantasie.
Es wird ja gleich angekündigt, dass da Liebschaften und Freundschaften entstehen.
Leider hat der Klappentext etwas völlig anderes suggeriert - ich dachte, es geht um Ninas große Idee und was sie damit bewirkt bei Fremden und auch was diese Idee mit ihrem eigenem Leben macht - dies ist jedoch leider irgendwie zur Nebensache geworden. Und vielleicht auch um die Liebesgeschichte, die sich da im Klappentext anbahnt.
Das, was groß im Klappentext angekündigt ist, ist nur ein dünner Handlungsstrang. Von den versprochenen Freundschaften und Liebschaften war leider nur wenig zu lesen.

Ziemlich von Anfang an fand ich die Geschichte seltsam unzusammenhängend - Adele schiebt immer wieder Episoden aus ihrem Leben ein, endlos lange Episoden, schien mir und das nervte - sie lösten mich aus dem Lesefluss, weil diese Erzählungen aus der Vergangenheit so gar keinen Bezug auf Nina bildeten & auch, weil es manchmal schwer war zu unterscheiden, ob Adele noch von Nina oder schon wieder von sich erzählt - da wäre ein Absatz oder eine genauere Andeutung (evt. mit Jahreszahl oder sowas) nicht schlecht gewesen.
 Ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, weil ich nicht wusste, nicht nachvollziehen konnte, worum es der Autorin ging, worauf es der Autorin ankam. Die ganze Geschichte hat nur sehr leise Töne von sich gegeben und verblasst leider schon in meinem Kopf.

Die Charaktere haben mir zudem nicht sehr zugesagt - Nina wirkte meist naiv und grundlos ruppig, Adele wirkte auf mich, obwohl sie sehr viel aus ihrem vergangenem Leben erzählte, seltsam blass und auch die anderen Darsteller wirkten fad und nichtssagend.

Schade - da ist eine tolle Idee und die hätte wahnsinnig viel Potential gehabt. Das wurde definitiv verschenkt und macht so die Geschichte zu etwas Langweiligem und Nichtssagendem.
Nur weil jemand Buchhändlerin ist und das Lesen liebt, heißt es nicht, dass er auch schreiben kann.


Cristina di Canio ist Buchhändlerin in Mailand und hat die Aktion 'Il libro sospeso' tatsächlich ins Leben gerufen. Ihre Buchhandlung ist sehr bekannt und dieses Buch ist ihr erstes Buch.

Dienstag, 12. Juni 2018

Gelesen im M a i !

Hallo lieber Leser,
der Monatsrückblick für Mai gabs noch nicht, den schieb ich jetzt noch schnell ein.
Demnächst soll es auch noch einen kurzen Überblick geben, was seit Anfang Jahr bei mir eingezogen ist.
Der Mai war ein ganze solider Lesemonat mit wenigen Highlights.

Im Mai habe ich gelesen:
Tibor Rode - Das Mona-Lisa-Virus
Jerome Preisler - CSI: Tod in der Wüste
Matthias Moor - Geistersee
Sharon Bolton - Böse Lügen
Martin Walker - Grand Prix
Jacqueline West - Olive und das Haus der Schatten
Sue Monk Kidd - Die Erfindung der Flügel
Enid Blyton - Der Zauberwald
Enid Blyton - Der Wunderweltenbaum



Was ich noch dazu sagen wollte:
  • Tibor Rode konnte mich mit seinem 'Das Mona-Lisa-Virus' durchaus überzeugen. Ich mochte die Geschichte sehr, obwohl die Szenerie anfangs recht häufig wechselt, konnte sich die Spannung aufrecht halten.
  • 'Geistersee' von Matthias Moor hab ich spontan im Buch-Laden mitgenommen und obwohl es sich schnell las und auf seine Art spannend war, konnte mich die Story nicht komplett überzeugen. Es war leicht verwirrend und die Darsteller lagen mir auch nicht so.
  • Ich griff außerdem endlich wieder zu Sharon Bolton und zwar zu 'Böse Lügen' - dieses Buch fand ich richtig klasse und hat mir großen Spaß zu lesen gemacht.
  • Ich hatte Sehnsucht nach dem Perigord und habe daher 'Grand Prix' von Martin Walker gelesen, ich fande die Geschichte ganz solide, dass ewige Hin und Her bei Bruno mit den Frauen nervt mich allerdings etwas.
  • Dann erlöste ich diese SuB-Leiche, Jacqueline West mit 'Olive und das Haus der Schatten' - naja, was soll ich sagen? Nette Geschichte, aber halt für Kinder.
  • Und recht spontan habe ich noch zu 'Die Erfindung der Flügel' von Sue Monk Kidd gegriffen, welches mir anfangs zusagte, dann eine Weile nicht mehr und zum Schluss wieder sehr. So richtig weiß ich noch nicht, ob ich das Buch mochte.
  •  Zu guter Letzt hab ich noch, nachdem ich die Montagsfrage beantwortet habe, schnell müssen zu Enid Blytons Geschichten um den 'Wunderweltenbaum' greifen müssen.



Highlights waren:
Tibor Rode - Das Mona-Lisa-Virus
Sharon Bolton - Böse Lügen
Martin Walker - Grand Prix

Dienstag, 5. Juni 2018

Gelesen im A p r i l !

Huhu liebe Leser!
Leider bin ich bis dato noch nicht zu einem Leserückblick vom Monat April gekommen (ja, ich weiß - Mai steht auch noch aus, der folgt noch).
Um aber keine Lücken zu lassen, gibts den Rückblick jetzt noch. 

Im Apil habe ich gelesen:
Louise Penny - The Brutal Telling
Tania Krätschmar - Eva und die Apfelfrauen
Marco Sonnleitner - Die drei ??? Haus des Schreckens
Marco Sonnleitner - Die drei ??? Schrecken aus dem Moor
Max Allan Collins - CSI: Im Profil des Todes
Claus Mikosch - Señor Gonzalez und der Garten des Lebens
Laura Dave - Hello Sunshine




Was ich noch dazu sagen möchte:
  •  Mit 'The Brutal Telling' hab ich mal wieder zu einem englischsprachigen Buch gegriffen, obwohl ich Sorgen hatte, dass es mit dem kanadischen Englisch hapert - hat aber problemlos funktioniert. 
  • Dann hab ich zu 'Eva und die Apfelfrauen' von Tania Krätschmar gegriffen und mochte das Buch sehr.
  • Leider trat dann eine kleine Leseflaute auf, die ich mit 2 'Die drei ???'-Bücher zu bekämpfen versuchte.
  • Anschließend las ich noch einen CSI-Band, nämlich 'Im Profil des Todes' weg. 
  • Und ganz zum Schluß folgten noch zwei Rezensionsexemplare, zu denen die rezensionen findest, wenn du die Links anklickst. 


Highlights waren:
Louise Penny - The Brutal Telling
Tania Krätschmar - Eva und die Apfelfrauen
Claus Mikosch -  Señor Gonzalez und der Garten des Lebens

Freitag, 18. Mai 2018

Rezension: 'Hello Sunshine' von Laura Dave

Laura Dave - Hello Sunshine
Roman // blanvalet // 16.4.2018
379 Seiten // 9,99€ // Taschenbuch
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Sunshine Mackenzie lebt ihren Traum! Mit ihrer YouTube-Kochshow und ihren Lifestyle-Büchern begeistert sie Millionen von Fans. Sie ist einfach die Person, mit der jeder gern befreundet wäre. Noch dazu hat sie ihren Traummann geheiratet, den Architekten Danny, der ihr treu bei allem zur Seite steht. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag herauskommt, dass die hochgelobten Rezepte aus der Show gar nicht von ihr sind. Die Fans sind empört, und Sunshine sieht nur einen Ausweg: Sie verlässt New York, um in einem kleinen Küstenstädtchen noch einmal von vorn zu beginnen …






... So war's ...


Der Klappentext suggeriert ja schon recht treffend, worum es geht.
Da ist Sunshine Mackenzie, sie lebt in NY und ist eine sehr bekannter You-Tube-Star. Alles dreht sich bei ihr ums Kochen und überhaupt - ihr ganzes Leben ist perfekt, schließlich hat sie Ruhm, Geld und den Traumman Danny, den sie schon aus der Zeit von vor dem Ruhm kennt.
Dann stellt sich heraus: Das Sonnenscheinchen kann gar nicht Kochen und die Rezepte sind auch nicht ihre, sondern die der Frau des Managers. Mit letzterem war sie auch noch in der Kiste und klar, dass Sunshine von heute auf morgen mit nichts mehr dasteht. Ihr Traummann Danny, den sie eigentlich tatsächlich liebt, ist da recht radikal, wer will schon eine Betrügerin als Frau? Es wird klar, dass an Sunshine nichts echt ist, bis auf den Vornamen. Sunshine heißt sie tatsächlich.

Sunshine bleibt nichts anderes übrig, als bei ihrer Schwester Rain (ja, wirklich) zu Kreuze zu kriechen, die aber eigentlich gar nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Immerhin die Nichte hat noch Interesse an dem Sonnenschein - was aber nicht schwer ist, schließlich ist das Kind sechs Jahre alt  - und sah ihre Tante zuletzt live, als sie 2 Monate alt war.

Das Sonnenscheinchen, Sunshine Mackenzie, ist ein sehr oberflächlicher Typ, auch in ihrer Niederlage, die sie sich selbst zuzuschreiben hat (okay, nicht ganz allein, aber durchaus), ist sie immernoch der Meinung, dass sie recht unschuldig ist. Und selbst in ihrer Niederlage kann sie nicht akzeptieren, dass ihre 15 Minuten Ruhm, die jedem Menschen im Leben bescheinigt sind, nun mal um sind. Und selbst in der Niederlage, als sie bei ihrer Schwester zu Kreuze kriecht und von aller Welt verachtet und verspottet wird, weiß sie es nicht besser und lügt dennoch weiter.

Das ist meiner Meinung nach der größte Knackpunkt an der Geschichte - Sunshine lernt nicht aus ihren Fehlern. Auch die anderen Charakter sind nicht so mein Fall gewesen, waren mir unsympathisch.
Es kommt zwar alles, als man denkt und irgendwie hat das auch wieder Spaß gemacht - denn die Geschichte war für mich unvorhersehbar. Unterhaltsam fand ich die Geschichte durchaus und ich hatte sie auch recht schnell ausgelesen, eine gute Geschichte für zwischendurch.

Hätten die Charaktere mehr Wandlung durchgemacht bzw. etwas mehr Empathie gezeigt, hätte ich die Geschichte richtig gut gefunden.
So blieb die Geschichte aber leider hinter ihren Möglichkeiten zurück - schade.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Rezension: Señor Gonzalez und der Garten des Lebens von Claus Mikosch

Claus Mikosch - Señor Gonzalez und der Garten des Lebens
Roman // Gütersloher Verlagshaus // 26.3.2018
192 Seiten // 14,00€  // Hardcover
* Werbung // Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Gütersloher Verlagshaus zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!




Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, beschließt eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, »immer mit der Natur als Freund und Gehilfe«. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Lauch und Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit, Achtsam- und Genügsamkeit. Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten.






... So war's ... 

 Niklas ist arbeitslos, kurzfristig gekündigt, und entscheidet sich für eine Auszeit im sonnigen Andalusien, genauer Estepona, wo er schließlich Señor Gonzalez, einem passionierten Gärtner, begegnet. Der alte Gärtner zieht all seine Weisheit aus seinem Garten, auch wenn er Spanien nie verlassen hat & auch nicht besonders gebildet zu sein scheint, so hat er doch ein großes Wissen in sich. 
Niklas geht immer öfter zum Gärtner und lässt sich all die Weisheiten des alten Mannes erzählen, die ihn zum Nachdenken und auch zum Verstehen bringen. 

Señor Gonzalez kam gerade zur rechten Zeit. Nicht nur für Niklas, sondern auch für mich. Gerade bin ich ein bisschen skeptisch, was mein Leben angeht und ich weiß, dass einem ein Garten viel geben kann. Ich war sehr auf die Umsetzung durch Mikosch gespannt. 
Und ich muss sagen, Mikosch hat seine Sache wirklich gut gemacht. Nicht nur Niklas wurde zum Nachdenken und zum Verstehen gebracht, sondern auch ich. 
Nicht in allen Sachen gleich und auch nicht alles habe ich annehmen können, aber doch einiges. 

Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dass mir der lehrende Zeigefinger etwas zu oft erhoben wurde, vielleicht war aber auch mein Problem, dass ich mich zu sehr angesprochen fühlte - eben, weil ich was ändern muss. So genau weiß ich das auch noch nicht. 
Fakt ist, dass sich ganz viele Menschen eine Scheibe von Señor Gonzalez abschneiden könnten und sollten, ich auf jeden Fall habe mir fest vorgenommen, in manchen Dingen die Sichtweise des alten Gärtners zu bemühen und mir öfters vor Augen zu führen, wie man es besser machen kann. 

Das Buch ist auf jeden Fall ein kleines Highlight für mich.