Donnerstag, 9. November 2017

Rezension: 'Das Haus ohne Männer' von Karine Lambert

Karine Lambert - Das Haus ohne Männer
Roman // Diana
225 Seiten // 9,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Diana-Verlag zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!



 
 Keine Männer – das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette einzieht, stellt sie das Leben der unterschiedlichen Frauen auf die Probe. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Herzen verbannt …











... So war's ...


Juliette zieht in ein Haus ohne Männer - sie übernimmt vorrübergehend die Wohnung der Carla, die für einige Monate nach Indien reist. In dem Haus wohnen noch vier Frauen, zu oberst die Königin, eine ehemalige Primaballerina, die sich immernoch den Applaus vergangener Zeiten anhört, sowie Guiseppina, eine Silizianerin, die immer unter der Fuchtel der Männer ihrer strengen Familie stand & nach einer arrangierten Ehe ins Haus ohne Männer zieht, sowie Simone, die von ihrem Mann betrogen wurde, aber wenigstens einen wundervollen Sohn hat, der allerdings mit 23 auszog und Simone so dazu veranlässt, ins Haus ohne Männer zu ziehen, sowie Rosalie, die Yogalehrerin ist und überhaupt auch esoterischem sehr zugetan ist, nachdem sie von ihrer Liebe des Lebens sitzengelassen wurde, weil er keine Kinder wollte, ebenfalls ins Haus ohne Männer zieht.
Juliette selber ist jung und im Gegensatz zu den anderen Frauen der Liebe gegenüber sehr aufgeschlossen, doch es fehlt der Richtige. Sie kann nicht fassen, dass die anderen Frauen nichts mehr von der Liebe und von den Männern wissen wollen.
Da gerade die Gedanken aller Frauen aber fast ausschließlich den Männern gehören, sind die Männer daher nicht nur in Form von Katze Jean-Pierre im Haus präsent...

'Das Haus ohne Männer' ist eine lockere Geschichte um 5 Frauen - Lambert trifft dabei einen leicht humoristischen Erzählstil, aber ohne dabei überzogen zu wirken. Es hört sich für mich ein wenig, wie französisches Geplänkel an und das mochte ich sehr.
Ein häufiger Perspektivwechsel wird vorgenommen, man erlebt die Gegenwart und auch die Vergangenheit durch die 5 Frauen, die in diesem Haus wohnen. Im Grunde passiert in diesem verhältnismässig dünnem Buch nicht viel, aber das macht es nicht weniger liebevoll und nicht weniger interessant. 
Das Buch ist ideal für zwischendurch, weil es -leider nur- die altbekannte Moral hat: All you need is love oder so ähnlich.

Für den ein oder anderen ist das Buch vermutlich zu ereignisarm und vielleicht auch zu flach, ich aber mochte das Buch sehr gerne, einfach weil man merkt, dass das Herzblut drinsteckt.
Man merkt den Gemeinschaftssinn, der in diesem Haus steckt und ich glaube, ich hätte mich in diesem Haus durchaus wohl fühlen können - wenn auch ich nicht den Männern abgeschworen habe.

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