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Dienstag, 7. August 2018

Kurzrezension: 'Origin' von Dan Brown

Dan Brown - Origin
Thriller // Bastei Lübbe // 2017
670 Seiten // 28,00€ // Hardcover


Die Wege zur Erlösung sind zahlreich. 
Verzeihen ist nicht der Einzige. 

Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner 'bahnbrechenden Entdeckung', das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.

Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekannt,achung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Band 5 der Robert-Langdon-Reihe


... So war's ...

Robert Langdon ist erneut unterwegs, diesmal im schönen Spanien. Er wurde von seinem ehemaligen Studenten, Edmond Kirsch, seines Zeichens Genie auf seinem Gebiet Zukunftsforschung, zu einer Präsentation, die die gesamte Menschheit und vor allem aber die Gläubigen auf den Kopf stellen soll, eingeladen.  Die Präsentation läuft anders wie vermutet und Robert Langdon ist mal wieder auf der Jagd und selbst auch Gejagter.
Diesmal wird er von der zukünftigen Königin Spaniens begleitet.

Hier hat mich die Geschichte um die Enthüllung des Kirschs itself enttäuscht - allerdings fand ich das Drumherum, der Ablauf der Präsentation, der Wille von Langdon Kirschs Präsentation zu veröffentlichen und auch die Verfolgungsjagd wieder sehr gelungen.  Bei Laune gehalten hat mich insbesondere Winston, über den ich aber noch nicht allzuviel verraten will.

Die Geschichte ist sehr spannend & flüssig geschrieben und hat mich auch sehr zum Weiterlesen angetrieben, über das Hauptthema, dass aber dann glücklicherweise doch nicht zu sehr breitgetreten wurde, nämlich, wie Kirsch die Religion vernichten und insbesondere die Gläubigen aufmischen will, war ich hingegen sehr enttäuscht und auch die Antwort, die Brown serviert hat, war irgendwie... lasch.
Auf die andere Art, wie will ein Dan Brown aufklären, woran sich schon seit Jahrhunderten die Geister den Kopf zerbrechen? Das schafft auch Brown nicht und damit kann ich letztendlich leben.


Unabhängig davon finde ich das Buch sehr gelungen und kann es nur empfehlen.

Montag, 6. August 2018

Kurzrezension: 'Inferno' von Dan Brown

Dan Brown - Inferno
Thriller //Bastei Lübbe // 2013
685 Seiten // 26,00€ // Hardcover



Mein Geschenk ist die Zukunft. 
Mein Geschenk ist die Erlösung. 
Mein Geschenk ist ... Inferno


Dante Alighieris 'Inferno', Teil seiner 'göttlichen Komödie', gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Leser noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle 'Inferno' zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk.

Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird im klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prohpezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

Band 4 der Robert-Langdon-Reihe

... So war's ...

Robert Langdon ist in Florenz gelandet. Wie & warum, weiß er selbst nicht mehr so genau, aber es war auf jeden Fall gefährlich, schließlich liegt er im Krankenhaus. Gefährlich geht es auch weiter, denn im Krankenhaus kann er nicht bleiben und wird von der Ärztin Sienna gerettet. Doch warum ist jemand hinter ihm her und warum spielt Dantes 'Inferno' darin so eine große Rolle?

Dan Brown hat mich mit 'Inferno' mal wieder total in seinen Bann gezogen. Wenn die Geschichte in etwa gleich moderiert ist wie die vorherigen Bücher, fand ich es trotzdem total spannend und mochte auch insbesondere diese Schnitzeljagd durch Italien.
Dante Alighieris 'Die göttliche Komödie' hab ich nie gelesen und wusste auch nicht so wirklich, worum es ging. Das ist aber absolut kein Hindernis, sondern es wird ausreichend zur Sprache gebracht beziehungsweise erklärt.

Interessant fand ich die Ausgangsposition, in der Langdon diesmal startet, die hatten wir so bei Dan Brown noch nicht und machte die ganze Sache auch gleich nochmal ein bisschen spannender. Das Ende fand ich sehr überraschend, hätte mir da aber gerne noch eine etwas genauere Erlärung erbeten. Es war mir etwas zu abrupt.

Ein rasanter Thriller, der einen durch Italien, insbesondere Florenz und Venedig jagt und einfach nur Spaß macht!

Dienstag, 6. September 2016

Rezension: 'Illuminati' von Dan Brown

 Dan Brown - Illuminati
Thriller // Bastei Lübbe
716 Seiten // 8,90€






Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag.
Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der 'Illuminati'. Diese Geschmeinschaft schein wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermodeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet.










... So war's ...

Wer kennt Illuminati nicht?
Spätestens seit es verfilmt wurde, müsste es doch Vielen bekannt sein.
Nun hab ich ja bekanntermaßen ein Problem mit gehypten Büchern. Ich mag sie nicht - der Hype ist für mich quasi ein Todesurteil - fragt nicht warum, es ist einfach so.
Das ich dann doch hin und wieder gehypte Bücher lese liegt daran, dass der Hype entweder schon hundert Jahre her ist oder ich, wie bei diesem Buch hier, in den Genuß komme mich als Buchretterin aufzuspielen. Dieses Buch kam also in den Müll, nachdem ein alter Mann verstorben war und ich hab es dort wieder rausgefischt. Und von da an stand es dann in meinem SuB-Regal. Schließlich überwand ich mich... und wie schon bei Harry Potter, bereue ich, dass ich nicht schon früher damit angefangen habe zu lesen.

Wo soll ich anfangen?
'Illuminati' erfüllt für mich alle wichtigen Kriterien, um ein gelungenes Buch zu sein. Es ist spannend, es ist menschlich / authentisch und vor allen Dingen ist es intelligent geschrieben. Es füttert mich permanent mit interessanten Informationen, die ich vermutlich nie wieder im Leben brauche, aber trotzdem gerne wahllos in mich hineinstopfe.
Auch wenn sich bei meiner Nachrecherche (die ich meist durchführe, wenn interessante Themen angesprochen werden) herausstellte, dass viele Ideen und Erzählungen Browns an den Haaren herbeigezogen sind, finde ich dennoch die Sachlichkeit und die Überzeugung, mit der Brown schreibt, gigantisch. Ich hab ihm all das aufs Wort geglaubt - und das macht für mich ein gutes Buch vor allem aus.
Gelungen fand ich auch die Beschreibung Roms. War ich selbst zwar nur einmal in Rom und hab da auch nicht so viel von der Schönheit der Architektur und der Archäologie mitbekommen (hey - immerhin war Abschlussfahrt!), weiß ich doch wie ein paar der Plätze aussehen. Brown hat neben seiner Sachlichkeit ein gutes Auge für Szenerien, ich kam mir oft so vor, als würde ich mich selbst gerade in Rom befinden.

Herr Brown beschreibt in seinem Buch nur einen einzigen Tag, hauptsächlich bespricht er die Kluft zwischen Wissenschaft und Religion, die schon seit Jahrhunderten andauert und scheinbar nicht überbrückt werden kann. Eine Geheimorganisation, genannt Illuminati, sieht jetzt den Zeitpunkt für die Vernichtung der Religion gekommen. Im Sinne von 'Schlag der Schlange den Kopf ab' will sie Vatikanstadt mit einer von Wissenschaftler erfundene Antmaterie, die eigentlich die Kluft zwischen Wissenschaft und Religion schließen soll, vernichten. Illuminati sind eine im 16. Jahrhundert gegründete Organisation, als die katholische Kirche bzw. der Christentum übermächtig war und alle Wissenschaftler bestraft hatte, so dass diese im Geheimen bleiben und arbeiten mussten. Geht die Reise zuerst zu CERN in die Schweiz, folgt sogleich die Reise nach Rom. Dort machen sich die beiden Hauptprotagonisten Langdon und Vittoria auf die Suche nach der Antimaterie, bzw. nach den mittlerweile entführten Favoriten für die anstehende Konklave, weil gerade auch noch der Papst verstorben ist. Hierbei folgen sie dem Weg der Erleuchtung. Schließlich kommt es in Vatikanstadt und darüber zu einem dramatischen Showdown.

Herr Brown, ich ziehe meinen Hut! Sie habe eine neue Anhängerin, die mal eben Ihre sämtlichen Veröffentlichungen in einem Rutsch bestellt hat (und unter Umständen auch in einem Rutsch lesen wird!). Wenn ich es auch schade finde, dass hier nicht alles wahr ist, hat mich hier ein superspannende, ausgeklügelte Geschichte erwartet. Das Ende war super fulminat und meiner Meinung nach hätte auch weniger Kawumm gereicht - ja, dennoch bin ich begeistert!