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Donnerstag, 2. August 2018

Kurzrezension: 'Kluftinger' von Volker Klüpfel & Michael Kobr

Volker Klüpfel & Michael Kobr - Kluftinger
Kriminalroman // Ullstein // 2018
477 Seiten // 22,00€ // Hardcover




Endlich Opa! Kommissar Kluftingers Freude über sein erstes Enkelkind wird schnell getrübt: Auf dem Friedhof entdeckt er eine Menschentraube, die ein frisch aufgehäuftes Grab umringt, darauf ein Holzkreuz - mit seinem Namen. Nach außen hin bleibt Kluftinger gelassen. Als jedoch eine Todesanzeige für ihn in der Zeitung auftaucht, sind nicht mehr nur die Kollegen alarmiert - sein ganzes Umfeld steht Kopf. Um dem Täter zuvorzukommen, muss der Kommissar tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen. Doch die Zeit ist knapp, denn alles deutet darauf hin, dass Kluftingers angekündigter Tod unmittelbar bevorsteht.

Band 10 der Kluftinger-Reihe




... So war's ...


 Dies also der nunmehr 10.Band der Reihe um den ehrenwerten Herrn Kluftinger, seines Zeichens Kommissar aus dem schönen Allgäu. Als Jubiläumsband deklariert geht es diesmal richtig zur Sache.
Jemand hat es auf den unfreiwillig komischen Kommissar abgesehen, ein Kreuz, eine Todesanzeige und schließlich auch noch Sterbebildchen, alle mit Kluftis Namen, tauchen auf und versetzen den Kommissar in Unruhe. Schließlich will doch der frischgebackene Opa sein Butzele aufwachsen sehen!
Auf der Suche nach demjenigen, der Klufti an den Kragen will, versinkt er immer wieder in Episoden aus der Vergangenheit und tatsächlich kommt er dem Täter schließlich näher... 

Kluftinger muss nun also mal ein paar Federn lassen und endlich (immerhin über 15 Jahre hinweg verschwiegen!) werden einige seiner größten Geheimnisse aufgedeckt - nur aber um gleich neue Geheimnisse zu schaffen. Die Fans werden also durchaus bei Laune gehalten.


Gewohnt humorig mit einem größtenteils sinnstiftenden Fall machte dieser Band wieder richtig Spaß und war in kürzester Zeit ausgelesen.
Sehr hevorzuheben ist meiner Meinung nach auch, der diesmal etwas nachdenkliche, ja, vielleicht sogar ein bisschen melancholische Aspekt, der zwar eine gewisse Ernsthaftigkeit in den Roman bringt, aber dem Buch durchaus gut tut. Vielleicht hab ich nicht ganz so sehr gelacht wie beim letzten Buch, gut unterhalten gefühlt hab ich mich trotzdem.
Das Buch hatte ich rasch ausgelesen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band!



Samstag, 23. Dezember 2017

Rezension: 'Himmelhorn' von Volker Klüpfel und Michael Kobr

Volker Klüpfel und Michael Kobr - Himmelhorn
Kriminalroman // Knaur*
492 Seiten // 10,99 €




Kluftingers neunter Fall

Ein abgelegenes Tal in den Allgäuer Alpen. Zwei jahrhundertalte Bergführerfamilien. Drei tote Bergsteiger. Ein dunkles Geheimnis. Di Ermittlungen führen Kluftinger zu schwer zugänglichen Höfen in den Aplen und zu deren starrköpfigen Bewohnern. Der Kommissar stößt an seine Grenzen, denn die Bergbauern sind noch wortkarger als er. Da hilft es nicht gerade, dass zu Hause ein nervöser Markus und die hochschwangere Yumiko sitzen und Doktor Langhammer auf amouröse Abwege gerät.






... So war's ...


Vom letzten Buch war ich ja ein bissle enttäuscht, nicht, weil es nicht witzig gewesen wäre und auch nicht, weil es zu kurz war, sondern einfach, weil der Kriminalfall so hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen war. Ich meine, klar, rückte angesichts der Hochzeit vom Markus und der Yumiko der Rest der Welt in den Hintergrund, aber ein bissle mehr Mühe hätten sich die beiden Autoren schon geben können.

Bei diesem Buch, das merk ich als passionierter Kluftinger-Leser sofort, haben sie sich etwas mehr Mühe gemacht. Der Kriminalfall rückt zwar auch ein bisschen nach hinten, angesichts des Butzele (oder Max, wie ja der Klufti felsenfest überzeugt ist), das bald herniederkommt  - allerdings haben hier die Autoren alles richtig gemacht (einschließlich sich selbst aufs Korn zu nehmen - find ich richtig klasse!).

Da sind nun also die drei Toten am Hang, abgestürzt und es ist klar, dass über die natürlich wieder unser Klufti  stolpert. Zusammen mit Kluftis 'Freund' Langhammer, der wie üblich daherkommt, als sie bei einer E-Bike-Tour sind. Und klar, dass Klufti gleich wieder riecht, dass hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zu gegangen ist. Schon ist Klufti dabei, sich näher mit den Einzelheiten zu dem Fall zu beschäftigen und findet heraus - dass war defnitiv kein Unfall.
Aber natürlich hat er nicht nur berufliche Sorgen, auch privat läuft einiges nicht so rund, wobei es diesmal eher weniger Klufti selbst trifft, als die anderen bekannten Charaktere und Klufti, der dank seiner neuen Lieblings-Soap nun über eine nicht gerade kleine Floskel-Weisheit verfügt, steht immer mit einem Rat zur Seite.

Durchweg spannend kommt das Buch daher - lies mich immer wieder laut auflachen, mal ob der Tatsache, dass wieder granatenmäßig aneinander vorbeigeredet wird, wie auch ob der Tatsache, dass sich scheinbar alle verlieben und wieder einiges schiefgeht.
Ein bisschen gestört hat mich, dass manche Punkte zum Schluss hin, ein bisschen unter den Tisch gefallen lassen wurden, aber wer weiß - das neue Buch  steht schon in den Startlöchern (heißt ' Kluftinger' und erscheint am 27.April 2018).

Fakt ist, der Slapstick ist hier wieder ziemlich am Mitmischen und alles in allem will ich sagen: Des war mal wieder so ein richtig guter Kluftinger!